Kap Arkona Stories

Kap Arkona Stories

by Radio Kap Arkona

Menschen|Schiffe|Schicksale. Batavische Republik | museumsguide

Die Batavische Republik war eine nach der französischen Revolution im Sinne der Ideen der Revolution gebildete Republik von sieben vereinigten Provinzen, nämlich Holland, Zeeland, Groningen, Utrecht, Friesland, Gelderland und Overijssel.

Menschen|Schiffe|Schicksale. Das Jahr 1805 | museumsguide

1805, das ist natürlich eine Jahreszahl. Wir haben sie auf dem ersten Tableau schon einmal gelesen. Da ging es darum, dass am 6. Oktober 1805 die russische Brigg „Dispatch“ vor Rügen gestrandet ist. Gut, da ist ein russisches Schiff mit einem offenbar englischen Namen vor Rügen aufgelaufen – na und? Ein Russe! Interessierte Besucher fragen wahrscheinlich aber nicht nur „na und?“, sondern denken sich: „Interessante Kombination! Warum?“. Wir werden die Jahreszahl im großen Zusammenhang sehen.

Menschen|Schiffe|Schicksale. Die russische Brigg "Dispatch" | museumsguide

Die Brigg „Dispatch“. Es handelte sich bei der „Dispatch“ um einen mit 18 Karronaden – eine Karronade ist ein spezieller Kanonentyp – bewaffneten damals supermodernen Neubau der britischen Royal Navy von 30 Metern Länge, einer Breite von 9,30 Metern und einem Tiefgang von 3,90 Metern. Aus heutiger Sicht wahrlich kein großes Schiff – für damalige Verhältnisse auch nicht groß, aber sehr schnell, sehr wendig und kampfstark.

Menschen|Schiffe|Schicksale. Über Brigg-Sloop | museumsguide

Im Englischen wird für Schiffe wie die „Dispatch“ häufig noch der Begriff „Brigg Sloop“ verwendet. Brigg bezeichnet den Schiffstyp, „Sloop“ ist eine Zusatzbezeichnung. Als „Sloop“ wurden in der britischen Marine zwischen 1700 und 1850 kleinere Kriegsschiffe bezeichnet, die von der Rangeinteilung größerer Kriegsschiffe nicht erfasst wurden.

Menschen|Schiffe|Schicksale. Sarytchev | museumsguide

Gawril Andrejewitsch Sarytschew muss ein sehr bemerkenswerter Mann gewesen sein. Hochintelligent und mit einem weiten Interessenspektrum versehen, war er gleichzeitig hochdekorierter Seeoffizier und angesehener Forscher und Wissenschaftler in einer Person.

Menschen|Schiffe|Schicksale. Landungskoordination | museumsguide

Dieses Tableau schildert uns die spannende Geschichte der Strandung der „Dispatch“ vor Varnkevitz am 6. Oktober 1805. Vor Varnkevitz! Wahrscheinlich war mit dem Begriff „Perd“ das Nordperd gemeint, das Kap vor Göhren auf der Ostseite (also der anderen Seite) der Insel Rügen. Die hatten sich schlicht "versegelt" oder waren vertrieben worden...

Menschen|Schiffe|Schicksale. Entscheidung in der Brandung | museumsguide

jeder Sturm, auch der allerschlimmste – so auch dieser, der die „Dispatch“ im Oktober 1805 auf den Strand vor Varnkevitz treiben ließ. Da lag die Dispatch“ also Tage später „hoch und trocken“ auf dem Strand und sah vermutlich gar nicht so schlecht aus. Schwedische Bergungsfachleute untersuchten das zunächst ja nur „auf dem Schiet“ sitzende Schiff unter der Wasserlinie und kamen zu dem Schluss, dass es aussichtslos sei, einen Bergungsversuch zu starten.

Menschen|Schiffe|Schicksale. Modell der HMS "Victory" | museumsguide

Das Schiffsmodell unter dem Glassturz zeigt die HMS „Victory“. Bei der „Victory“ handelt es sich um ein englisches Linienschiff, das zwischen 1760 und 1765 für die Royal Navy gebaut wurde. Bekanntheit, wenn nicht gar Berühmtheit, erlangte die Victory als Flaggschiff von Admiral Horatio Nelson in der Seeschlacht von Trafalgar.

Menschen|Schiffe|Schicksale. Modell der Grashopper | museumsguide

Etwas versteckt erwartet Sie gegenüber vom Original-Anker der „Dispatch“ noch ein wunderschön gearbeitetes Schiffsmodell, von dem man auf den ersten und zweiten Blick annehmen würde, dass es sich um die „Dispatch“ handelte. Es ist aber nicht die „Dispatch“, denn es handelt sich um das Modell einer anderen Brigg-Sloop, nämlich der „Irene“, ex HMS „Grasshopper“. Der Unterschied: Die „Dispatch“ verfügte über zwei Kanonen auf dem Vordeck

Menschen|Schiffe|Schicksale. Der große Anker | museumsguide

Leicht verrostet lehnt an der Wand ein Anker, genauer ein sog. Stockanker – sehr wahrscheinlich stammt er von der 1805 vor Varnkevitz gestrandeten Brigg „Dispatch“. Da alles für diese Annahme spricht, wollen wir also sagen: Es ist einer der Anker der „Dispatch“! Wenn man jetzt bedenkt, dass die „Dispatch“ so um die 30 Meter maß, darf man sagen: Ein großer Anker für ein kleines Schiff, oder?
10 of 27