Kap Arkona Stories

Kap Arkona Stories

by Radio Kap Arkona

SONNENAUF- UND UNTERGANG AM KAP ARKONA | Archiv

Ich frage mich: Sonnenauf- und -untergang – wo und wann geschehen die? Ich finde das interessant, denn ich sehe den Sonnenaufgang im Wechsel der Jahreszeiten den Horizont entlang und zurückwandern. Was soll daran interessant sein, fragen Sie, das weiß doch jeder Tropf: „Im Osten geht die Sonne auf und im Westen geht sie unter“. Ist doch klar wie Kloßbrühe. Wie gesagt, das weiß jeder, und das mag in der Grundschule auch reichen. Wir befinden uns hier am Kap Arkona auf einer geografischen Position von 54°Grad 40′ Minuten 35″ Sekunden Nord, und 13° Grad 26′ Minuten und 16″ Sekunden Ost, also ziemlich weit oben im Norden Deutschland und sogar von Rügen Je weiter man nach Norden kommt, desto länger werden dort die Sommertage – das weiß nun wieder jeder Schwedenurlauber. Und den Rest müssen Sie sich schon anhören – falls es Sie interessiert.

SHANTIES WAREN GANZ ANDERS | Archiv

Viele „maritim angehauchte“ Lieder kommen nicht einmal in die Nähe von Shanties, die über Jahrzehnte oder Jahrhunderte auf Segelschiffen gesungen wurden. Denn Shanties wurden damals sicher selten „schön“ dargeboten. Was sie für mich aber nur authentisch und attraktiv macht. Shanties, das waren keine romantischen Lieder, die von einem muskelbepackten Matrosen mit nackten Oberkörper mit einem Glas Rum in der Hand und einem Pfeifchen im Mund im Sonnenuntergang auf einer Taurolle oder im Bugnetz unter dem Bugsprit liegend oder auf einer Rah sitzend gesungen wurden, während im Hintergrund der Rest der Mannschaft melodisch mitsummte und draußen in der See Delphine lustige Spielchen machten. Und die Offiziere klatschten auch keinen Applaus in ihren weißen Tropenuniformen. Nein, so war das damals nicht. Schon deshalb nicht, weil die Offiziere der Handelsschiffe keine Uniformen trugen, und die Matrosen eher ausgezehrt, unterernährt und krank waren und Alkohol auf einem Segelschiff streng rationiert war.

OFFSHORE WINDKRAFTANLAGEN VOR DEM KAP | Ostsee

Offshore-Windkraftanlagen sind in Sichtweite vom Kap Arkona! Strom! Ohne Strom geht heute nix mehr. Kein Fernseher, kein Herd, kein Kühlschrank. In Zukunft auch kein Auto mehr. Daher wird viel Strom benötigt und verbraucht. Der Strom soll gerne „grün“ oder „erneuerbar“ sein. Eine Quelle für grünen Strom ist der Wind. Und der weht vor allem an der Küste verlässlich. Deshalb werden u.a. vor Rügen sog. Windparks gebaut. Auch will sie dort kaum jemand sieht. Wenn Sie auf der Besucherplattform des Leuchtturmes von Kap Arkona stehen, haben Ihre Augen eine Höhe von ca. 70 Metern über dem Wasser erreicht. Aus dieser Höhe ist der Horizont schon ca. 30 Kilometer entfernt. Man sieht also ganz schön weit von hier oben. Aber ich wollte ja über Windkraftanlagen reden. Die kann man von hier oben aus nämlich sehen.

MÖWEN. SCHÖN UND ELEGANT... | Ostsee

Möwen sind elegante und wunderschöne Tiere. Sie sind da, wo es Wasser gibt: An Küsten, Flussläufen oder Seen. An der Küste und an den Stränden sind sie als Allesfresser unverzichtbare Aufräumer oder Müllvernichter – allerdings nur von angespültem fressbarem Müll. Am liebsten fressen sie allerdings frische Fische und das, was sie im Spülsuam am Strand finden: Krebse (sie hacken die Panzer von der weicheren Unterseite her auf) sowie marine Schnecken, Muscheln, Seeigel und Seesterne. Übrigens Fischbrötchen klauen sie nur, wenn Menschen es ihnen beigebracht haben!

MONSTERWELLEN | Döntjes

Tja, sagte der alte Seemann zu seinem Enkel von ca. 12 Jahren: „Da draußen auf See, also auf hoher See, draußen aufm Atlantik zwischen Norwegen und Amerika oder hinter dem Kap der Guten Hoffnung oder auch bei Kap Hoorn und nicht zu vergessen in der Biskaya da gibt es schon diese Monster von Wellen, das sind Wellen, mien Jung, wenn Du die nicht gesehen hast, denn glaubst Du ja nicht, dass es sie geben tut. Und nee, das ist jetzt mal kein Seemannsgarn, keen Lügenkram, nix Erfundenes. Was ich Dir jetzt erzählen will, ist alles wahr. Klar es geht um Monster, aber keine Riesentintenfische und keine Riesenwale und auch nicht um Orcas, die an den Strand schwimmen, um Robbenbabies zu fressen oder um Sirenen oder Meerjungfrauen, die den Seemann in den Untergang locken. Und die schon deshalb Jungfrauen bleiben, weil sie keinen Unterleib haben. Nein, es geht um echt existierende Monster, um Monsterwellen“.

DONNERKEILE | Ostsee

Es gibt schöne und fantasievolle Geschichten von Donnerkeilen. Die weniger fantasievolle Geschichte der Donnerkeile ist viel eher die wahre Geschichte. Sie geht so: Donnerkeile sind die Fossilien, die sich am häufigsten an Küsten finden lassen. Auf Rügen ist der beste Ort für die Suche nach ihnen die Steilküste zwischen Sassnitz und dem Königsstuhl, also nicht weit entfernt vom Kap Arkona – im Grunde von den Türmen aus bei Vitt nur quer über die Bucht der Tromper Wiek und dann noch einmal um die Ecke herum. Donnerkeile sind (ohne Thor und Blitz und Donner) die versteinerten Schwanzstücke von vor 65 Millionen Jahren gemeinsam mit den Sauriern ausgestorbenen Kopffüsslern, also Verwandten von heute noch existierenden Tintenfischen. Aber hören Sie doch auch die fantasievollen Geschichten… Hier!

HÜHNERGÖTTER | Ostsee

Vor allem im Herbst und im Frühjahr wandern Einheimische und Touristen mit Argusaugen, die am Boden zu kleben scheinen, am Strand entlang. Vor allem natürlich, um Bernstein zu finden – aber sie nehmen auch Donnerkeile, versteinerte Seeigel oder besonders gerne Hühnergötter. Bernstein? Kaum. Aber Hühnergötter – da hat nun wirklich jeder eine echte Chance. Aber nicht an Sandstränden. Es müssen schon Steinstrände, also Strände mit vielen Steinen sein, und zwar Feuersteinen – das sind diese blauschwarzen mit etwas Weiß dran oder drin. Und machen Sie sich drauf gefasst, dass es dauert, bis Sie Ihren ersten Hühnergott gefunden haben – so um die „gefühlten“ 5.000 betrachteten, angefassten und umgedrehten Steine werden es schon sein.

DORSCH (AUF´M TELLER) - ERGÄNZTE, ERWEITERTE UND VERBESSERTE VERSION | Ostsee

Ist das nun Dorsch oder Kabeljau auf Ihrem Teller? Egal, ist eh derselbe Fisch. Ich habe echte Fachleute vom Kutter und aus der Küche gefragt – alle haben gesagt, dass man keinen Unterschied schmecken würde. Wobei der Biologie in mir Ihnen versichert, dass Fisch aus kalten sauerstoffreichen Gewässern in der Regel fester und bissiger ist und besser schmeckt als Warmwasserfische. Als Dorsch kam er aus der Ostsee, als Kabeljau kommt er aus Norwegens Atlantikgewässern, wo er in Tiefen bis 600 Meter vorkommt.

SICHTWEITE BIS ZUM HORIZONT | Ostsee

Wie weit kann man von Kap Arkona aus sehen? Die einfache Antwort wäre: Soweit das Auge reicht und wo keine Bäume im Wege stehen. Vor allem kann man von hier über die Ostsee und in der anderen Richtung v.a. über Wittow sehen. Wie weit Sie theoretisch sehen können, das läßt sich zwar recht einfach mit etwas trigonometrischem Wissen berechnen – andererseits ist das aber auch etwas mühselig, Sie kennen das ja: rechtwinkliges Dreieck und dann Winkel und dann noch die Krümmung der Erdkugel… Naja, und praktisch kommen natürlich noch Wetter und Temperatur hinzu. Deshalb habe ich es für Sie mal ganz praktisch ausgerechnet, und will es Ihnen auch gerne verraten.

STRANDHAFER | Ostsee

Strandhafer und Strandroggen sind wichtige Helfer bei der Sicherung unser Küsten, indem sie den Sand aus dem Wind holen und ihn dann festhalten! Hier erfahren Sie etwas über die Biologie der beiden Pflanzen und über Dünen, Wanderdünen und so weiter...
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