
Episode notes
In dieser Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" 🎙️ geht es um einen Begriff, den ich letzte Woche in Austin überall auf Postern gelesen habe: „Singularity". Und genau deshalb beginnt diese Folge nicht mit IT, sondern mit einem schwarzen Loch. 🤔
Eine Singularität ist der Ort, an dem eine Masse so stark verdichtet ist, dass die bekannten Gesetze der Physik aufhören zu gelten. Forrester überträgt genau dieses Bild auf unsere Disziplin, und die These sitzt: Die vertrauten Bewertungsmodelle der IT greifen nicht mehr. Die Rechnung „eins plus eins gleich zwei", nach der du entscheidest, was du einsetzt und wie lange du planst, wackelt. Der Katalysator heißt KI. 😬
Und das wird konkret. Warum locken dich Anbieter wie SAP plötzlich so gern in Sieben-Jahres-Verträge? Weil die Exklusivität der Kernsysteme erodiert: Workflows, Reporting, Integration wandern aus dem Core an den Edge, und selbst die Business-Logik verliert ihre Alleinstellung, weil KI sie auslesen und nachbauen kann. Ein langer Vertrag wird so schnell zur Entscheidung, die du in zwei Jahren bereust. Dazu die Frage, die jeden Wirtschaftsprüfer nervös macht: Wenn ein KI-Agent die Reihenfolge eines Prozesses selbst bestimmt, ist dann noch nachweisbar, wo der Human in the Loop war? ⚙️
Denk Infrastruktur und Security zu Ende: Ein KI-Agent erkennt, bewertet und behebt Probleme selbst, vorausschauend, ohne dass ein Mensch eingreift. Der klassische Systemadministrator? That's a thing of the past. Bleibt die unbequeme Frage: Was macht die IT dann eigentlich noch? 🧠
Kernbotschaft: Der Maschinenraum lässt sich fast vollständig automatisieren, deine Relevanz nicht. Die neue Rolle der IT liegt im perfekten Fit zwischen dem, was Technologie kann, und dem, was dein Unternehmen wirklich braucht. Wer diesen Schritt verpasst, überlässt die Entscheidung irgendwann dem CFO. Make or buy. In dem Fall: bye. 🚀
