Folge 3 - Die Kunst der Faktorisierung – LU, Cholesky & QR
Diese Episode mit dem Titel „Die Kunst der Faktorisierung – LU, Cholesky & QR“ ist ein entscheidender Wendepunkt in unserer Reihe. Während wir in Folge 2 den Gauß-Algorithmus als Werkzeug kennengelernt haben, betrachten wir nun die Matrixzerlegung als eine Form der „mathematischen Vorbereitung“. Im Fokus stehen folgende Konzepte aus Ihren Quellen: Die „zwei Tricks“: Nach von Neumann und Goldstine besteht das Lösen nicht mehr aus einem einzigen Prozess, sondern aus der Faktorisierung A=LR und der anschließenden Vorwärts- und Rückwärtssubstitution LU-Zerlegung: Wir besprechen die Eindeutigkeit der normierten Dreieckszerlegung und warum sie das theoretische Fundament für fast alle direkten Löser bildet Cholesky-Verfahren: Für symmetrische, positiv definite Matrizen (s.p.d.) zeigen wir, wie man durch Ausnutzung der Symmetrie den Rechenaufwand halbiert (A=LLT) QR-Zerlegung – Der Goldstandard: Wir führen unitäre (orthogonale) Matrizen ein. Sie erfahren, warum Verfahren wie Householder-Reflexionen, Givens-Rotationen oder das modifizierte Gram-Schmidt-Verfahren in puncto numerischer Stabilität unschlagbar sind Der „Nullte Hauptsatz der Numerik“: Wir thematisieren, warum die Numerik bereits Probleme bekommt, wenn die Theorie nur „nah an der Null“ ist