Signal 49! – Zeit auf Sendung

Signal 49! – Zeit auf Sendung

by Signal 49
Egon Krenz im Gespräch: DDR, Gorbatschow, Krieg und die Wende – Interview { 2024
Egon Krenz war einer der letzten führenden Politiker der DDR – und bis heute eine der umstrittensten Stimmen zur deutschen Geschichte. Im ausführlichen Gespräch blickt der ehemalige Staatsratsvorsitzende auf die letzten Monate der DDR, das Verhältnis zu Michail Gorbatschow, die Friedliche Revolution 1989 und seine persönliche Rolle in einer Zeit, in der alles kippte. Ein Zeitzeugengespräch mit klaren Positionen, unbequemen Erinnerungen und einer Perspektive, die nicht unwidersprochen bleiben muss. Kein Geschichtsunterricht mit Wattebäuschchen, sondern ein Dokument politischer Selbstdeutung. Dieses Interview stammt vom Kanal Maulbeerblatt. https://www.youtube.com/watch?v=AZgmte0h-sw
Lenin: Leben, Kampf, Gedenkstätten – Tonband-Vortrag | 1970
Ein historisches Tondokument aus der Bildungs- und Erziehungsarbeit der DDR: Lenin – Leben, Kampf, Gedenkstätten war als Dia-Tonvortrag für die Horterziehung und den Unterricht der Klassen 2 bis 4 konzipiert. Die Produktion verband einen gesprochenen Vortrag mit einer begleitenden Diaserie. Über zusätzliche Tonsignale wurde der Bildwechsel gesteuert – gedacht für die Vorführung mit Tonbandgerät und Diaprojektor. Inhaltlich erzählt der Vortrag Lenins Lebensweg, seinen revolutionären Kampf und die staatlich gepflegte Erinnerung an ihn in Form von Gedenkstätten und Denkmälern. Das Band gehört in den Kontext der DDR-Erinnerungspolitik rund um Lenin, insbesondere der Jubiläumsjahre um 1970. Es ist damit nicht nur ein biografischer Vortrag, sondern auch ein Zeugnis davon, wie politische Bildung und ideologische Erziehung für Kinder medial gestaltet wurden. Die vorliegende Veröffentlichung macht ein seltenes historisches Schul- und Tonbilddokument wieder hörbar. Originalmedium: Tonbildreihe T-R 76, Laufzeit ca. 21 Minuten; laut Kennzeichnung produziert im Umfeld der DDR-Unterrichtsmedien und der Tontechnik des VEB (K) Dienstleistungskombinats Erfurt.
Zum 47. Jahrestag der Sowjetarmee – Radio-Sendung | 1965
Historische Rundfunksendung aus der DDR zum 47. Jahrestag der Sowjetarmee. Die Aufnahme entstand im Umfeld der offiziellen Feierlichkeiten zum sowjetischen Armee-Tag am 23. Februar 1965 und spiegelt die damalige DDR-Sicht auf die Sowjetarmee, die deutsch-sowjetische „Waffenbrüderschaft“ und die militärpolitische Propaganda des Kalten Krieges wider. Die Sendung wurde vom Rundfunk der DDR produziert und steht im Zusammenhang mit den staatlichen Gedenkveranstaltungen in Berlin, unter anderem dem Festakt in der Volksbühne am Luxemburgplatz. Sie ist ein zeitgeschichtliches Tondokument der DDR-Medienlandschaft der 1960er-Jahre. Original Upload von Radio Iskra: https://www.youtube.com/watch?v=mjWnZ1u7ZJQ
Karl-Eduard von Schnitzler bei "Porträt per Telefon" – Sendung | 1988
Die Ausgabe vom 10. Mai 1988 zeigte Karl-Eduard von Schnitzler als Gast bei Heinz Florian Oertel im DDR-Fernsehen. Angekündigt wurde er als Journalist, Publizist und Chefkommentator; das Format bezog Fragen aus dem Publikum per Telefon ein. Im Gespräch mit Heinz Florian Oertel gibt Karl-Eduard von Schnitzler Einblicke in seinen journalistischen Weg und in die Verantwortung öffentlicher Medien für Frieden, Verständigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Sendung zeigt einen streitbaren Publizisten, der politische Entwicklungen nicht als bloße Nachricht, sondern als Frage der Haltung begreift – verbunden mit dem Anspruch, die Interessen der arbeitenden Menschen sichtbar zu machen. „Porträt per Telefon“ eröffnet dabei auch dem Publikum Raum für Fragen und macht sichtbar, wie sehr politische Orientierung, persönliche Erfahrungen und das tägliche Leben miteinander verbunden waren. Ein Fernsehdokument aus der DDR, das die damalige Suche nach einer gerechten und friedlichen Ordnung aus ihrer eigenen Perspektive erzählt.
Erich Honecker in Moskau – Interview | 1991
Diese Episode präsentiert das historische Fernsehgespräch „Erich Honecker – Das Interview“, aufgezeichnet 1991 in Moskau. Die Produktion entstand als eigenständige Sendung für die ARD. Die Fernseherstausstrahlung erfolgte am 10. Oktober 1991 um 20:15 Uhr im Ersten. Im Gespräch mit Harald Lüders und Peter Boultwood erläutert Erich Honecker seine persönliche Sicht auf die DDR, die politischen Entwicklungen nach 1989 sowie die damalige Lage in Moskau. Das Interview entstand in einer Zeit großer Umbrüche, in der die DDR bereits nicht mehr bestand und viele Fragen über ihre Geschichte, ihre sozialen Erfahrungen und ihr politisches Erbe offen waren. Diese Veröffentlichung versteht sich als historisches Originaldokument. Sie gibt Honeckers Positionen Raum, ohne die Geschichte der DDR auf pauschale Abwertung oder einfache Schlagworte zu reduzieren. Das Gespräch zeigt eine zeitnahe Selbstdeutung eines früheren Staats- und Parteichefs und lädt dazu ein, sich mit den Aussagen und der Epoche differenziert auseinanderzusetzen.
Die SED im Umbruch – Ilmenau: Originalton einer Kreisdelegiertenkonferenz | 1989
Ein historisches Tondokument von der SED-Kreisdelegiertenkonferenz in Ilmenau am 2. Dezember 1989 — aufgenommen in einer der schwersten Stunden der DDR und der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Zu hören sind Delegierte verschiedener Berufe, Generationen und Erfahrungen: Genossinnen und Genossen, die inmitten der politischen Erschütterungen des Jahres 1989 um Orientierung, Verantwortung und die Zukunft des Sozialismus ringen. Die Konferenz fand statt, als die SED im Kreis Ilmenau bereits stark unter Druck stand. Kurz zuvor hatten Massendemonstrationen, die Aktivitäten des Neuen Forums und die allgemeine Krise der Parteiführung die Lage zugespitzt. Auf der Konferenz wurden der Rücktritt des Zentralkomitees der SED sowie die Auflösung der Bezirksleitung gefordert. Diese Forderungen erscheinen hier nicht als Absage an den Sozialismus, sondern als Ausdruck einer tiefen innerparteilichen Krise: Viele Delegierte wollten die sozialistische Idee bewahren, die Partei erneuern und verhindern, dass die DDR kampflos preisgegeben wird. Gerade darin liegt die Tragik dieses Dokuments. Man hört eine Partei, die aus der deutschen Arbeiterbewegung hervorgegangen war, aber 1989 vielerorts bereits ihre proletarische Klarheit, ihre revolutionäre Wachsamkeit und ihre Verbindung zur eigenen Basis verloren hatte. Die Beiträge zeigen Schmerz, Unsicherheit, Kritik, aber auch den Wunsch, den Sozialismus nicht den Gegnern der DDR zu überlassen. Original Upload von Red Tapes 89: https://www.youtube.com/watch?v=9gvxVb8PD7U
Die geistige Manipulation im Imperialismus – Tonband-Vortrag | 1974
Dieses DDR-Audio „Die geistige Manipulierung der Bürger im Imperialismus“ ist ein Lehrtonband/Tonvortrag aus dem Bereich Staatsbürgerkunde. Es wurde als zentral hergestelltes Magnettonband u. a. für den Einsatz in den Klassen 7–10 vorgesehen. Inhaltlich behandelt der Vortrag – im zeittypischen, gesellschaftswissenschaftlichen Rahmen der – Mechanismen der Beeinflussung in Massenmedien und öffentlicher Kommunikation in kapitalistischen/imperialistischen Gesellschaften und ordnet diese ein.
Ernst Braun, Antifaschist und Spanienkämpfer – Radio-Sendung | 1986
Ich habe Glück in meinem Leben gehabt“ ist ein Feature des Rundfunks der DDR über Ernst Braun, Antifaschist, Spanienkämpfer, Kommunist und ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Buchenwald. Die Sendung wurde am 14. April 1986 im Programm „Stimme der DDR“ erstmals ausgestrahlt. Autor des Porträts ist Jochen Denzler, die Dramaturgie lag bei Beatrix Zeiske, Regie führte Hannelore Solter. Im Mittelpunkt steht Ernst Braun selbst, der als Zeitzeuge aus seinem Leben berichtet: von seiner frühen politischen Prägung in der Arbeiterbewegung, seinem Engagement gegen den Faschismus, seinem Kampf in Spanien, Verfolgung und Haft während der NS-Zeit sowie seinem Überleben im Konzentrationslager Buchenwald. Die Sendung ist als biografische Collage angelegt und lässt Braun weitgehend selbst sprechen. Dadurch entsteht nicht nur das Porträt eines einzelnen Antifaschisten, sondern auch ein persönlicher Blick auf zentrale Kämpfe und Brüche des 20. Jahrhunderts. Produziert wurde die Aufnahme 1986 vom Rundfunk der DDR; im Tonträgerverzeichnis der DDR-Features ist sie unter der Kennung FEA 741 mit einer Originallänge von 53 Minuten und 30 Sekunden verzeichnet. Die heute bekannte Archivfassung wurde später unter anderem von Deutschlandfunk Kultur in der Reihe „Aus den Archiven“ wiederveröffentlicht. Original Upload von Radio Iskra:https://www.youtube.com/watch?v=EVNgOXFje58
Erich Honecker: Grußansprache auf dem 26. Parteitag der KPdSU | 1981
Diese Audioaufnahme dokumentiert die Grußansprache von Erich Honecker, Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR, auf dem XXVI. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) in Moskau am 24. Februar 1981. Der XXVI. Parteitag war ein zentrales Ereignis der sowjetischen Innen- und Außenpolitik und zugleich ein wichtiger Ort der Abstimmung und Selbstdarstellung der sozialistischen Staaten im Rahmen des Ostblocks. In seiner Ansprache bekräftigt Honecker die Verbundenheit der DDR mit der Sowjetunion und hebt die Rolle der DDR innerhalb des sozialistischen Bündnissystems hervor. Im Mittelpunkt stehen die internationale Lage, Fragen von Frieden und Sicherheit sowie die gemeinsame politische Linie der sozialistischen Staatengemeinschaft. Die Aufnahme ist ein zeitgeschichtliches Tondokument zur politischen Kommunikation der DDR und der Sowjetunion im späten Kalten Krieg.
Während der Stromsperre: Vom Kaiserreich zur Nachkriegszeit – Hörspiel | 1948
Während der Stromsperre ist ein historisches Hörspiel von Berta Waterstradt aus dem Jahr 1948. Während einer Stromsperre erzählt Großmutter Auguste ihrer Enkelin Christel aus ihrem Leben. Aus Erinnerungen, Szenen und Berichten entsteht die Geschichte von drei Generationen einer Berliner Arbeiterfamilie im Zeitraum von 1884 bis 1948. Dabei werden Kaiserreich, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, Armut, Not, Entbehrung und die Nachkriegszeit aus der Perspektive einfacher Menschen erfahrbar. Das Hörspiel ist ein eindrucksvolles Zeitdokument der frühen Nachkriegszeit und zeigt deutsche Geschichte nicht aus der Sicht von Herrschenden, Generälen oder Besitzenden, sondern aus der Perspektive einer Arbeiterfamilie. Im Mittelpunkt stehen Alltag, Klassenverhältnisse, Kriegserfahrungen, soziale Ungerechtigkeit und die Frage, welche Lehren aus der deutschen Geschichte gezogen werden müssen. Digitalisierung stammt vom YouTube Kanal Radio Iskra: https://www.youtube.com/@Radio_Iskra/
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