Auf Holz Bauen

Auf Holz Bauen

by Ingenieurkammer Baden-Württemberg

DOMINO ZIRKULAR - vom Gebrauchtholz zum Gebäude

Wir sind wieder mit der Kamera unterwegs und besuchen Prof. Florian Kaiser und Niklas Erlewein in einer Werkstatt des Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Hier forschen die beiden gemeinsam mit Ihrem Team und den Studierenden an dem Projekt „DOMINO ZIRKULAR“. Begonnen hat die Idee mit der Referenz von Le Corbusiers Maison Dom-Ino, einem Gebäude, dass nur die modulare Struktur vorgibt und den Ausbau dem Nutzer vorbehält. Le Corbusiers Prinzip soll nun mit einer kreislaufgerechten Bauweise umgesetzt werden und damit an die Innovation von damals ansetzen. Für die Baumaterialien wurden Spenderbauten gesucht, deren Gebrauchtholz im neuen Gebäude wieder eingesetzt wird. Dabei haben die Studierenden sowohl neue Bauelemente gefertigt und zusammengesetzt als auch die Umnutzung einzelnen Bauelemente aus den Spenderbauten mitgedacht. Wir sprechen über die Prozesse hinter der Verwendung von Altholz, über die Herausforderungen, die sich momentan noch stellen und welche Akteure aktiv werden müssen, damit sich das Bauen mit Gebrauchtholz durchsetzt. Architekturtipps: Wir bekommen wieder Architekturtipps aus unterschiedlichen Regionen. Niklas Erlewein empfiehlt das Rehab von Herzog de Meuron in Basel, als menschennahen, Vorzeigeholzbau. Notiert euch dafür schon mal den 29-30.05.2027, da ist nämlich wieder Open-house in Basel, wofür das Rehab jedes Jahr seine Türen öffnet. Florian Kaiser schickt uns in seine Heimat Biberach an der Riß mit den wunderschönen Fachwerkhäusern und in das Federseemuseum von Manfred Lehmbruck.

DENSITIM – Mehr Wohnungsbau durch systematische Holzaufstockung

In dieser Folge erzählt Tabea Huth von dem Forschungsprojekt „DENSITIM“, dass sie an der Technischen Universität München erarbeitet. Sie ist Architektin und Holzbauingenieurin und forscht seit Februar 2024 an dem Thema „DENSITIM – Entwicklung einer Baugruppensystematik zur urbanen Nachverdichtung mit Holz“. Das Projekt berührt gleich mehrere drängende Fragen unserer Zeit. Es spricht die Wohnungsnot in Städten an, denkt sensibel über die Versiegelung von Flächen nach und zielt darauf ab, die Freisetzung grauer Energie zu reduzieren, indem Abbruch vermieden wird. Außerdem setzt DENSITIM auf den Baustoff Holz, der durch seine Tragfähigkeit aber auch durch sein geringes Eigengewicht das optimale Material für Aufstockungen im Bestand ist. Für den Forschungsansatz wurden Bestandsgebäude des Typs Zeilenbau der 50er- bis 70er-Jahre auf Bausubstanz, Abmessungen und Konstruktion untersucht, um ein Prinzip zu entwickeln, dass als erster Ansatz für Architekt: innen und Bauherr: innen dienen soll und auf eine Vielzahl von Zeilenbauten dieser Jahre anpassbar ist. Das Projekt geht auf eine Initiative des Lehrstuhls für Architektur und Holzbau von Prof. Stephan Birk zurück und wurde gemeinsam mit den Lehrstühlen für Gebäudetechnik und Klimagerechtes Bauen sowie für Holzbau und Baukonstruktion der TUM und unter Beteiligung von Praxispartnern aus Baden-Württemberg entwickelt. Architekturtipps: Am Ende gibt es wieder die Rubrik Architekturtipps, diese führen uns in Tabea Huths ehemalige Heimat Berlin und in ihre neue Heimat München: Gelber Block - zillerplus Architekten und Stadtplaner, München Remise – Jan Wiese Architekten, Immanuelkirchstraße Berlin Forschungsdaten: DENSITIM – Entwicklung einer Baugruppensystematik zur urbanen Nachverdichtung mit Holz Forschungspartner Technische Universität München Lehrstuhl für Architektur und Holzbau, Univ.-Prof. Stephan Birk Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter (em.) Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen, Univ.-Prof. Thomas Auer Praxispartner Baden-Württemberg GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Tübingen mbH müllerblaustein HolzBauWerke GmbH strebewerk. Architekten GmbH

Museum Oberamteistraße - Parametrischer Holzbau im historischen Kontext

„Die innere Struktur besteht aus einem hölzernen Fachwerk, das die angrenzende Häuserzeile abstützt und das verlorene Volumen des historischen Hauses nachbildet. Der Neubau ermöglicht die barriere freie Erschließung der Altbauten und bietet Raum für kleinere Veranstaltungen. Er ist vom Dach und über die Fassaden mit einer homoge nen Schicht aus gussgläsernen Biberschwanz ziegeln bekleidet.“ wulf architekten, 2026 Schöner und präziser als das Architekturbüro selbst, kann man das Museum historische Oberamteistraße in Reutlingen nicht beschreiben. Das Gebäude ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. In diesem Podcast wird vor allem das parametrisch geplante, begehbare Holztragwerk vom Tragwerksbüro str.ucture aus Stuttgart beleuchtet. Gemeinsam mit Timo Claus und Kaspar Ehrhardt spreche ich über die Planungstiefe, die so ein Projekt fordert und die Herangehensweise, die vom Leichtbau gedacht, in den Holzbau führt. RSSVERIFY

Von der Forschung in die Praxis

In dieser Folge von „Auf Holz bauen“ spreche ich mit Dr. Alexander Petutschnigg, Professor und Studiengangsleiter für Holztechnologie& Holzbau an der FH Salzburg. Er gibt uns einen Einblick in den Studiengang, was sich dahinter verbirgt und wie die FH Salzburg sich für die Themen der Zukunft aufstellt. Wir streifen spannende Forschungsthemen der Fachhochschule, die in unserer Gesellschaft einiges verändern können und viel alltäglicher sind als das Wort „Forschung“ erahnen lässt. Bei so spannenden Themen und dem idyllisch gelegenen Campus in Kuchel mit Bergpanorama und Pferdekoppeln bekomm zumindest ich, richtig Lust auf ein Studium dort. Ein großes Forschungsthema von Alexander Petutschnigg ist das Laubholz. Wir sprechen über die Veränderung der Wälder und wie Forst-, Wirtschaft und Forschung reagieren müssen. Ist Laubholz immer noch eine Nische oder bereits als das Produkt der Zukunft abgekommen? Welche Strategie wird uns im Bezug auf den Klimawandel und die Anpassung der Wälder weiterbringen? Wie gehen wir mit Ressourcen und Abfallprodukten um und was kann Holz noch alles Verändern? Viele spannende Fragen, die wir in einer Stunde gar nicht alle zu Ende denken konnten. In der neuen Rubrik Holzbautipps verweißt mein Gast auf zwei spannende Projekte rund um Salzburg: Eines der ersten Holzmodulbaugebäude (ca. 20 Jahre alt) gibt es in Hallein zu sehen. Außerdem empfiehlt Alexander Petutschnigg den traditionellen Holzbau der Region: Die Fachwerke in der Festung Hohen Salzburg. Im Fürstenzimmer hat die FH Salzburg gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt anhand von 3D Scanning und Zirbelholzspänen ein Restaurierungsprojekt umgesetzt. Hier treffen also Historie und modernste Holzbautechnologie aufeinander. Viel Spaß beim Hören.

Trailer Staffel 4: Neue Stimme – Neue Staffel

Laurena Ebe, die neue Referentin für die Bildungsoffensive von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg übernimmt nach zwei Jahren den Podcast von Witold und Jonathan. Sie spricht auch Zukunft mit spannenden Akteur: innen rund um das Thema Holzbau und nachhaltiges Bauen. Dabei geht es um deren Projekte und Perspektiven, und um die Frage die in der Praxis wirklich entscheidend sind. Sie kennen jemanden, der hier unbedingt zu Gast sei muss und seinen Blick auf den Holzbau mit uns teilen soll? Es gibt eine Frage, die jede:r Holzbauakteur:in beantworten soll? Oder Sie haben einfach Anmerkungen, Kritik oder Lob? Dann schreiben Sie uns an podcast@aufholzbauen.de . Für spannende Exkursionen, Seminare und Filmdokumentationen besuchen Sie www.aufholzbauen.de. Außerdem erscheint hier auch der Podcast – und natürlich überall, wo es Podcasts gibt. Bis bald – in Staffel 4, von Auf Holz bauen.

Paragrafen mit Puls: Wie man das Recht auf Nachhaltigkeit programmiert

In dieser Folge von „Auf Holz bauen“ widmen wir uns einem Thema, das auf den ersten Blick staubtrocken anmutet, sich aber als ein riesiger Hebel für eine nachhaltige Zukunft entpuppt: das öffentliche Vergaberecht. Zu Gast ist Marc Steiner, Richter am Schweizer Bundesverwaltungsgericht und ein absoluter Vordenker für eine nachhaltige bzw. qualitätszentrierte Beschaffungswelt. In einem tiefgehenden und ungemein intensiven Gespräch räumt Marc mit dem Vorurteil auf, dass Paragrafen nur trocken sein müssen. Er erklärt uns die komplexen Mechanismen hinter internationalen und europäischen Gesetzen und zeigt auf, welche enorme Marktmacht der Staat eigentlich besitzt, wenn er nachhaltig einkauft. Besonders spannend wird es beim Blick hinter die Kulissen des Vergaberechts in der Schweiz: Marc beschreibt eindrücklich den Unterschied, ja Paradigmenwechsel vom billigsten hin zum vorteilhaftesten Angebot. Wir erfahren, wie eine spektakuläre, parteiübergreifende Mehrheit die aktuelle Schweizer Vergaberechtsreform ermöglichte und welche Rolle Marc dabei spielte. Und wir lernen ihn auch persönlich kennen: Er erzählt uns von seinem Weg zum Richteramt und wie er mit seiner mitreißenden, positiven Energie schließlich selbst zum leidenschaftlichen „Holzkopf“ wurde. Eine Folge, die uns wieder großen Spaß gemacht hat und zeigt, dass echte Veränderung oft im Kleingedruckten beginnt.

V-Cast: Moderner Holzbau – wo stehen wir heute? Fachdiskussion mit Andreas Hofer, Boris Peter und Jan Bulmer

In der heutigen Folge von „Auf Holz bauen" haben wir etwas vollkommen anderes für euch: Wir haben einige unserer liebsten Holzbauexperten zu einem Gespräch eingeladen. Gemeinsam blicken wir auf die letzten Jahre der aufregenden Entwicklung im Holzbau zurück. Wir besprechen, was war, analysieren wo wir jetzt stehen und entwerfen Leitvisionen für die Zukunft. Dazu gibt's Anekdoten, Witziges, Nachdenkliches und jede Menge interessanter Erkenntnisse aus drei verschiedenen „Holzbau-Biografien". Und das Beste: Diesmal haben wir eine Videokamera aufgestellt und mitlaufen lassen, also jetzt schnell Video einschalten und euch selbst wie Gesprächsteilnehmer fühlen. Viel Spaß beim Hören!

Holz & Handel – Supermärkte für die Zukunft

Willkommen zu „Auf Holz bauen“, dem Holzbau-Podcast der gleichnamigen Bildungsoffensive in Kooperation mit der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. Wir sind Jonathan und Witold und sprechen hier einmal im Monat über unsere Leidenschaft: den Holzbau! In der heutigen Folge sind wir zu Gast in Regensburg. Frank Schlieder und Sebastian Gärtner haben in die Firmenzentrale in der Domstadt geladen, um uns in eine Welt einzuführen, die scheinbar nicht viel mit Holzbau zu tun hat und dennoch in unserem Leben täglich stattfindet: den Supermarkt. Ratisbona ist spezialisiert auf nachhaltige Supermärkte, auf Supermärkte mit Kreislaufwirtschaft und natürlich Supermärkte mit viel Holzbau. Die Firma ist überdies Projektentwicklerin, die Immobilien erwirbt, Landschaftsgestalterin, die das Umfeld ins Konzept einbezieht, und Visionärin, die sich mit sozialen Räumen, Ästhetik und gesellschaftlichen Funktionen von Orten auseinandersetzt. Herausgekommen ist eine ungemein vielseitige, ungewöhnliche Folge. Wir erfahren, wie die Branche aufgestellt ist, wie ein Supermarkt-Projekt entsteht, warum man manchmal auf Leuchttürme verzichten und lieber die Fläche neu denken sollte, warum Konzepte gegen Bodenversiegelung manchmal den Eintritt von Mikroplastik ins Erdreich fördern und wie sich Holz auf das Einkaufserlebnis auswirkt. Viel Spaß beim Hören!

Nachhaltig bauen, anders denken

In der heutigen Folge sprechen wir mit Andy Keel. Andy ist Unternehmer und Gründer. In der Bau- bzw. Holzbauwelt ist er vor allem mit Openly in Erscheinung getreten. Openly ist sowohl ein Unternehmen bzw. Bausystem, als auch ein Gebäude. Hier haben wir auch Andy getroffen und waren sofort angetan vom guten Raumklima und der anspruchsvollen, besonderen Architektur und Einrichtung. Im Gespräch mit Andy beleuchten wir die Entstehungsgeschichte des außergewöhnlichen Gebäudes und dessen Besonderheiten. Natürlich lernen wir auch Andy und seinen Werdegang vom Bänker zum nachhaltigen Bau näher kennen. Diese auf den ersten Blick ungewohnte Verbindung von Finanz- und Bauwelt bringt uns auch zu unserem zweiten Gesprächsschwerpunkt: Den CO2-Zertifikaten mit bzw. aus nachhaltig geplant und erstellten Gebäuden. Andy erklärt uns Zusammenhänge, Fallstricke und Ambivalenz dieses Marktes und zeigt Alternativen auf. Das trägt uns schließlich dann doch noch zu den ganz großen Themen: Klimawandel, Eigendynamiken von Systemen und die Rolle des Holzbaus bei all dem. Ein vielseitiges Gespräch, das weite Bögen spannt und von nachhaltigen Holzgebäuden bis grünen Banken komplexe Themen miteinander in Beziehung setzt und dazu einlädt unerschrocken zu denken. Viel Spaß beim Hören!

Die Regel im Heuhaufen finden

Heute haben wir Evy und Fabian von Design to Production zu Gast. In diesem Namen steckt bereits vieles von dem, was das Büro macht, bzw. nicht macht und worum sich auch unser Gespräch dreht. Wir drehen eine große Runde und lernen die beiden näher kennen, sprechen über die vielfältigen Themen und Tätigkeiten des Büros rund um das präzise Planen, mikrometergenaue Übergeben an die Fertigung und die „ganz krummen Dinger“, die ganz genau ihr Ding sind. Über diese Spezialitäten schneiden wir auch die großen Probleme, Entwicklungsbereiche und Strömungen des modernen Holzbaus –Standardisierung und Produktifizierung, Reduktion und das Finden einfacher Systeme. Fabian beschäftigt sich als Unternehmer und Professor auch viel mit Strukturen und erklärt uns z.B. den Additive Bias. Wieder mal ein abwechslungsreiches und tiefes Gespräch, bei dem wir euch beim Zuhören ebenso viel Spaß wünschen, wie wir bei der Aufnahme hatten.
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