Kap Arkona Stories

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di Radio Kap Arkona

Eingangsbereich Raum 3 - Seezeichen | museumsguide

Jetzt wird es hell, denn wir haben den 3. Bunkerraum erreicht. Und damit betreten Sie die Ausstellung „Seezeichen“. „Seezeichen“ sind technische Installationen auf See und in küstennahen Gewässern sowie an Land, die Schiffen helfen, ihren sicheren Weg zu finden. Schiffer müssen anders als Autofahrer navigieren. Auf See existieren eben keine Straßen, keine Straßenlaternen und auch keine Straßenschilder. Obwohl, natürlich gab es z.B. nach dem 2. Weltkrieg sog. Zwangswege für Schiffe oder in engen oder vielbefahrenen Fahrwässern gibt es heute noch Schifffahrtsstraßen, nur sieht man sie auf See eben nicht … Schifffahrt ist eben doch ziemlich anders als Autofahren, und das nicht nur weil Schiffe auch mal ordentlich schaukeln können.

Es werde Licht! | museumsguide

Es werde Licht. Und es wird hell. Denn Sie betreten gerade die Ausstellung „Seezeichen“, die wir ohne generöse Spender von Ausstellungsobjekten Ihnen hier nicht so umfassend anbieten könnten. Dabei ist in allererster Linie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Stralsund zu nennen, dem wir an dieser Stelle danken. „Seezeichen“ sind technische Installationen auf See und an Land, die Schiffen helfen, ihren Weg vor allem in Küstengewässern oder auch durch Flussmündungen zu finden. Um Binnenschifffahrt geht es hier nicht.

Die ersten Leuchttürme... | museumsguide

Aber ab wann sind eigentlich Leuchttürme gebaut worden? Nicht so früh, wie man glauben möchte, oder wie einige Autoren behaupten. Und viele offenbar Lehrer fälschlich auf ihren Websites im Internet. Haben die alten Griechen Leuchttürme gebaut? Nein. Zuzutrauen wäre es ihnen ja, sie haben damals ja schon so vieles erfunden oder erdacht. Es wird tatsächlich manchmal behauptet, dass es in der griechischen Antike bereits nachts leuchtende Seezeichen gegeben hätte. Angeblich geben zwei oder drei Stellen der Ilias von Homer diese Aussage her – aber auch ohne profunde Kenntnisse des Alt- oder Neugriechischen verneine ich das vehement.

Der Steuerstand zum Selbststeuern | museumsguide

Der Steuerstand sieht aus wie ein Spielzeug und ist auch eines. Aber eines, dass es in sich hat. In seinen Dimensionen ist der Steuerstand an Kinder ab 10 bis 12 Jahren angepasst. Natürlich dürfen Erwachsene ihn auch benutzen.

Das Typhon | museumsguide

Jedes Schiff der Welt muss über ein Typhon verfügen! Jedes! Auch unseres da oben an der Rückwand der „Seezeichen“-Ausstellung. Ist es Ihnen schon aufgefallen? Nein? Dann müssen Sie sich mal umdrehen – oben rechts an der Wand finden Sie das Gemälde eines Schiffes, das auf Sie zuzukommen scheint. Es ist ja nur gemalt, aber es führt – und das ist das Wichtigste – im Mast ein Typhon, dass sogar funktioniert – und zwar für hier drinnen im Raum sehr, sehr laut... Sie können es hier unten im Bunkermuseum übrigens selbst Tuuuten lassen. Es brüllt dann 4mal.

17 Lampentypen und mehr | museumsguide

Auf dem langen weißen Schrank auf der linken Seite des Raumes werden 17 verschiedene elektrische Lampentypen und ein Kompaktsystem ausgestellt, die derzeit auf deutschen Seezeichen zum Einsatz kommen. Die hier ausgestellten Lampentypen unterscheiden sich durch die Lichtquelle (Glühlampe oder LED) und die zum Einsatz kommenden Linsentypen resp. -materialien.

Leuchtglockentonne | museumsguide

Leuchtglockentonnen-Modell 1:25. Ist das nicht ein hübsch gearbeitete Modell? Eine etwas demolierte reale Version einer Leuchtglockentonne liegt draußen auf der Wiese in Originalgröße, nicht weit von hier, vielleicht 50 Meter vom Ein- und Ausgang des Bunkermuseums nach links und dann rechterhand am Weg in Richtung Siebenschneiderstein. Die da draußen ist nicht so hübsch wie das Modell, denn das Original hat einiges mitgemacht inkl. Eisgang, Untergang und wieder Heben… Aber sie gibt einen Eindruck von der Größe in der Realität. Eine Leuchttonne musste natürlich über eine gasbefeuerte Seelaterne verfügen, denn es gab kein Seekabel für eine Stromversorgung und entsprechende Batterien standen nicht zur Verfügung. Das Gas wurde im Schwimmkörper der Tonne gespeichert.

Modell des Unterfeuers Vierendehlgrund | museumsguide

Maßstabgetreues Modell (1:15) des Unterfeuers Vierendehlgrund. A propos Vierendehlgrund… ist das nicht ein schöner Name? Das fließt einem doch geradezu über die Zunge: Vierendehlgrund! Wo es ein Unterfeuer gibt, existiert naturgemäß auch ein Oberfeuer, zusammen bilden Ober- und Unterfeuer eine Richtfeuerlinie. Dieses Unterfeuer gehörte zur Richtfeuerlinie mit dem Namen „Vierendehlgrund“ – was sonst? – und diente der Schifffahrt in der Nordansteuerung von Stralsund. Der Vierendehlgrund ist ein Windwatt – man könnte auch Sandbank sagen, die bei Wind aus der richtigen Richtung trocken fällt. Das wäre aber viel länger als Windwatt.

Nebelsignalanlage/Nebelhorn | museumsguide

Eine Nebelsignalanlage, andere korrekte Bezeichnungen wären Nebelhorn oder Nebelschallanlage, hat von ca. 1900 bis zur Jahreswende 1987/1988 immerhin 88 Jahre lang ihren Dienst am Kap Arkona getan. Immer wenn Nebel war, tutete sie laut, sehr laut. Die Anlage vor der Sie hier stehen, wurde erst Mitte der 60er Jahre installiert. Sie stammt von der schwedischen Firma AGA – das war damals der Mercedes unter den Nebelschallanlagenherstellern.

Über die Fresnel´sche Linse | museumsguide

Dieser Bildschirm ist so etwas wie ein Nachschlagewerk, ein Lehrbuch oder ein Archiv. Hier finden Sie alles über die Physik und Funktion von Linsen. Von Lichtbündelung, über Scheinwerfer, Drehlinsen, Gürtellinsen, Sektorenfeuer mit Einzel- und Mehrfachprojektoren und diverse Typen von Zylinderlinsen. Das Ganze ist tatsächlich wahnsinnig spannend – wenn man sich dafür in der Tiefe interessiert und wenn Sie genügend Zeit mitgebracht haben! Dieser Bildschirm ist aber kein Muss, sondern ein Angebot!
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