Elevate Festival Discourse Programme

Elevate Festival Discourse Programme

por Elevate Festival
Temporada 1

Friedrich von Borries - Trust Issues in der Architektur - Elevate Festival 2025

Friedrich von Borries ist Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und forscht zum Verhältnis von Gesellschaft und Gestaltung, beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit und den Möglichkeiten gesellschaftlicher Transformation und bewegt sich im Spannungsfeld von Architektur, Design und Kunst. In seiner Keynote am Elevate Festival 2025 hat er anhand der Architekturgeschichte aufgezeigt, warum – zumindest in der Architektur – ein gewisses Maß an Misstrauen oft durchaus berechtigt sein kann. Diese Veranstaltung ist Teil von "New Perspectives for Action". Ein Projekt von ⁠Re-Imagine Europe. ⁠⁠Elevate Festival Website

In Conversation with Suzanne Ciani - Elevate Festival 2025

Seit den 1970er Jahren aktiv, gilt Suzanne Ciani als eine der frühen Koryphäen im Bereich der Synthesizer und Pionierin der elektronischen Musik und dem Sounddesign für Film und Werbung. Im Gespräch blicken wir auf ihre bahnbrechende Karriere und ihre wegweisenden Beiträge zur elektronischen Musik. Moderation: Shilla Strelka ⁠Elevate Festival Website

James Bridle - Trust Issues - Elevate Festival 2025

James Bridle, renommierte:r britische:r Künstler:in, Schriftsteller:in und „Technologist“, gilt als Vordenker:in unserer technologischen Zukunft und kommentiert seit Jahren digital-technologische Neuerungen für renommierte Medien wie den Guardian, Wired oder The Atlantic. In deren jüngsten Buch „Die unfassbare Vielfalt des Seins“ widmet sich Bridle der Vielfalt nicht-menschlicher Intelligenzen und zeigt dabei auf, wie wir pflanzliche und tierische Intelligenzen in einem Dialog mit künstlicher und menschlicher Intelligenz denken können. Elevate Festival Website

Medien in der Vertrauenskrise - Elevate Festival 2025

"Journalismus ist so bedroht wie nie. Und so wichtig wie nie." – Bernhard Pörksen Die Medienlandschaft steht unter immensem Druck: Systematische Angriffe, Merchants of Doubt, Desinformation und finanzieller Druck, noch verstärkt durch KI Anwendungen stellen Journalist:innen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig ist Vertrauen in die Rolle der Medien zentral für demokratisches Handeln und sozialen Zusammenhalt. Doch auch redaktions-interne Defizite erschweren die Lage: mangelnde Diversität, veraltete Marktlogiken und die Abhängigkeit von Reichweitenmechanismen. Im Panel diskutieren Esra Karakaya, Journalistin und Gründerin von KARAKAYA TALKS, über Zielgruppengerechten und Community orientierten Journalismus, Nadja Hahn, langjährige ORF-Journalistin jetzt IIASA, über die Herausforderung, komplexe Themen wie die Klimakrise in einer Welt wo Faktencheck als Einschränkung der Meinungsfreiheit entwertet werden mit Correctiv-Mitgründer Daniel Drepper und Georg Renner über Transparenz, investigativem Journalismus und neue Finanzierungsmodelle. Welche internen Reformen sind notwendig, um Redaktionen zukunftsfähig zu machen? Wie lässt sich die Unabhängigkeit von Journalist:innen angesichts systematischer Angriffe bewahren? Was ist die Rolle der Vierten Gewalt im 21. Jahrhundert?

Netzpolitischer Abend - in Kooperation mit epicenter.works & spektral - Elevate Festival 2025

Mittlerweile zur Tradition geworden, ist der Netzpolitische Abend auch dieses Jahr wieder zu Gast am Elevate und bietet Einblicke in aktuelle netzpolitische Themen. Dabei geht es um den Umgang mit IT-Security-Forschung und dem Aufdecken von Schwachstellen in Österreich, um “biased algorithms” sowie die politischen Aspekte einer Initiative zur biometrischen Identifizierung – des Aadhaar-Projekts – in Indien. Mit dabei sind Sebastian Kneidinger, Lisa Duschek und Gyan Tripathi. Moderiert wird der Abend von Elisabeth Kury. Sebastian Kneidinger - Biometrische Überwachung & Grundrechte: Warum Echtzeit-Identifikation im öffentlichen Raum ein Risiko bleibt Mit der EU-KI-Verordnung wurde die biometrische Echtzeit-Überwachung im öffentlichen Raum weitgehend untersagt – doch Ausnahmen lassen Raum für den Einsatz dieser Technologie. Während Österreich in den Verhandlungen eine kritische Haltung einnahm, bleibt die Herausforderung bestehen: Wie können wir den Schutz der Privatsphäre und der Versammlungsfreiheit gewährleisten, ohne Sicherheitsbedenken auszublenden? Dieser Vortrag beleuchtet die technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Risiken biometrischer Überwachungssysteme und diskutiert, welche Weichen jetzt gestellt werden müssen, um eine grundrechtskonforme digitale Zukunft zu sichern. Lisa Duschek Künstliche Intelligenz wird oft als grundsätzlich voreingenommen, fehlerhaft oder sogar gefährlich dargestellt. Doch ist Bias wirklich ein Problem der KI selbst – oder entsteht er durch die Daten, mit denen wir sie füttern? In meinem Vortrag möchte ich auf weit verbreitete Missverständnisse über algorithmischen Bias eingehen und zeigen, dass Bias kein generelles, omnipräsentes Problem der KI, sondern ein Thema der Datenerhebung ist. Anhand realer Beispiele können wir diskutieren, wann Verzerrungen aus fehlerhaften Datensätzen resultieren und wann sie durch falsche Interpretation von KI-Ergebnissen entstehen. Ziel ist es, eine differenzierte Sichtweise auf KI-Ethik ohne Angst und Vorurteilen zu vermitteln – und zu zeigen, wie man Bias mindern kann, ohne KI per se zu verteufeln. Gyan Prakash Tripathi – Zwischen Identität und Privatsphäre: Die Politik des Aadhaar-Projekts in Indien Das Aadhaar-Projekt, eine bahnbrechende biometrische Identifikationsinitiative in Indien, ist zu einem Eckpfeiler der digitalen Regierungsführung und finanziellen Inklusion des Landes geworden. Mit dem Versprechen, die Wohlfahrtsverteilung zu optimieren, Lecks zu beseitigen und den Bürgern durch robuste Identitätsverifizierung mehr Macht zu verleihen, hat Aadhaar gleichzeitig leidenschaftliche Debatten über staatliche Überwachung und die Kommerzialisierung persönlicher Daten ausgelöst. Dieser Vortrag beleuchtet die politische Ökonomie rund um Aadhaar, seine Auswirkungen auf Datenschutz und Privatsphäre sowie das Spannungsverhältnis zwischen technologischen Fortschritten und individuellen Rechten.

No trust, no action? - Wege zur kritischen Vertrauensbildung - Elevate Festival 2025

“If life is to be sustained hope must remain, even where confidence is wounded, trust impaired.” – Erik Erikson Vertrauen ist das Fundament aller menschlichen Verbindungen – und zugleich eine zentrale Grundlage für gesellschaftliches Handeln und demokratische Teilhabe. Anders als oft angenommen, führt Vertrauen nicht zu Naivität oder Passivität, sondern fördert prosoziales Verhalten, Kooperation und die Bereitschaft zur Veränderung. Doch wie entwickelt sich kritisches Vertrauen, das weder blind noch destruktiv ist? Wie wirken gesellschaftliche Verhältnisse, individuelle Verhaltensweisen und psychologische Prozesse zusammen, um Vertrauen aufzubauen oder zu untergraben? Welche Rolle spielt die Angst um die Zukunft auf diesem Planeten beim Verlust von Selbstvertrauen und in Institutionen? In diesem Gespräch wird der Blick auf die Bedingungen für Vertrauen und die Herausforderungen seiner Bildung gelenkt. Mazda Adli, Psychiater und Experte für urbane Stressforschung, beleuchtet die Rolle von sozialen Spannungen im urbanen Raum, während Lea Dohm, Psychologin und Aktivistin, ihre Erfahrungen aus der Klimakommunikation und kollektiven Transformationsarbeit einbringt. Emina Saric, Expertin für Integration und Geschlechterfragen, zeigt, wie patriarchale Strukturen Vertrauen behindern und gesellschaftliche Kooperation erschweren. Unter der Moderation von Irina Nalis, Transformationspsychologin, fragt dieses Gespräch, wie Vertrauen in uns selbst und ein wirkungsvolles Miteinander erneuert werden kann. Diese Veranstaltung ist Teil von "New Perspectives for Action". Ein Projekt von Re-Imagine Europe. Elevate Festival Website

Political Trust on Trial - Globale Perspektiven auf Vertrauen, Macht und Demokratie - Elevate Festival 2025

“But is there a problem of low trust - or low trustworthiness? To be discussed!” - Pippa Norris Weltweit nimmt das Vertrauen in Regierungen und Demokratien ab, während Korruption, Polarisierung und Propaganda dieses Fundament weiter erodieren. Wenn Politik nicht im Sinne der Menschen handelt, entsteht ein Vakuum – aber was füllt es? Autoritäre Systeme, die Vertrauen manipulieren? Graswurzelbewegungen, die es neu aufbauen? Und was bedeutet das für die Zukunft der Demokratie? In diesem Panel treffen internationale Perspektiven aufeinander: Paul Krisai, ehemaliger ORF-Auslandskorrespondent in Moskau, berichtet aus dem Inneren autoritärer Systeme, wo Propaganda und Machtkalkül Vertrauen als Werkzeug einsetzen. Gvantsa Gverdtsiteli, Expertin bei Transparency International, beleuchtet, wie Korruption das Vertrauen in Klimapolitik und internationale Kooperation zerstört. Lukas Hermsmeier, Journalist und Autor, zeigt, wie soziale Bewegungen in den USA Vertrauen von unten aufbauen und gegen institutionelles Versagen mobilisieren. Moderiert von Professorin Roberta Maierhofer, Kulturwissenschaftlerin und Leiterin des Zentrum für Inter-Amerikanische Studien an der Universität Graz, wird das Panel kritisch hinterfragen, wie politisches Vertrauen weltweit verspielt, manipuliert oder neu definiert wird. Welche Konsequenzen hat der Verlust von Vertrauen für Demokratien und Gesellschaften? Welche Rolle spielt Korruption in der Zersetzung politischer Glaubwürdigkeit? Und können Bewegungen von unten den Raum schaffen, den Institutionen nicht mehr füllen? Diese Veranstaltung ist Teil von "New Perspectives for Action". Ein Projekt von Re-Imagine Europe. Elevate Festival Website

Empörung, Empathie und Engagement - Wie wir über den Nahostkonflikt sprechen - Elevate Festival 2025

Das Panel "Empörung, Empathie und Engagement" rückt den Nahostkonflikt sowie die Spannungsfelder im Diskurs über Israel-Palästina in den Fokus. Im Zentrum steht die Frage, wie ein Dialog, der frei von antisemitischen, rassistischen oder anti-arabischen Ressentiments bleibt, möglich ist, und dabei das Leid sowie die Perspektiven aller Betroffenen ernst nimmt. Wie können wir über ein so emotional und historisch aufgeladenes Thema sprechen, ohne in Polarisierung zu verfallen, und stattdessen einen Raum für Dialog schaffen?Dazu diskutieren der Autor und Feuilletonist Jens Balzer, der sich in seinem Essay "After Woke" kritisch mit den Reaktionen der progressiven Linken auf den 7. Oktober auseinandersetzt. Tom Khaled Würdemann, Nahostwissenschaftler am Graduiertenkolleg "Ambivalente Feindschaft" der Hochschule für Jüdische Studien und Universität Heidelberg, der zur palästinensischen Nationalbewegung forscht und als Pädagoge gegen Rassismus, Antisemitismus und Extremismus aktiv ist. Jouanna Hassoun, die vor dem Bürgerkrieg im Libanon nach Deutschland geflüchtet ist und selbst palästinensische Wurzeln hat. Sie setzt sich unter anderem als Mitgründerin des Vereins Transaidency für den palästinensisch-jüdischen Dialog und gegen Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit ein. Moderiert wird das Panel von ORF-Report-Journalisten Yilmaz Gülüm. Mehr Infos: Elevate Festival Website
2 de 2