Kap Arkona Stories

Kap Arkona Stories

por Radio Kap Arkona

Glühlampen (sind keine Glühbirnen) | museumsguide

Ein ganzer Schrank voller Glühbirnen, nein, um Gottes Willen, lassen Sie das Wort nur nicht einen der Museums-Fachleute hier hören, die sprechen nämlich dezidiert von Glühlampen. Fachleute eben… Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, und diese technischen und ästhetischen Kunstwerke zu bewundern – eine schöner als die andere, eine „besonderer“ als die andere, jede für sich ein Kunstwerk, jede für einen anderen Zweck oder Einsatzort entwickelt – nicht alle unbedingt als Seezeichen, aber alle für oder in Seezeichen verwendet.

Kohle-Lichtbogenlampe | museumsguide

Diese Lichtbogenlampe, erzeugt das Licht über einen Lichtbogen, der zwischen zwei Elektroden aus Graphit aufgebaut wird. Erfunden wurde das Prinzip der Lichtbogenlampe schon kurz nach 1800. Fast genau einhundert Jahre später wurde das Prinzip am neuen Leuchtturm am Kap Arkona eingesetzt. Dieser Lampentyp war der erste elektrische Lampentyp, der über längere Zeiträume sehr helles Licht abgeben konnte, und wurde daher die erste in Serie produzierte elektrische Lampe.

Die Pintsch-Uhr | museumsguide

In der Zeit vor Radar und GPS war schlechtes Wetter und damit verbundene schlechte Sicht ein Hauptproblem der Schifffahrt. Immer wieder hat man versucht, neue einfache und vor allem noch genauere Methoden zur Positionsbestimmung zu entwickeln. Und diese einfache Schaltuhr der Firma Pintsch in Ihrem Rahmen spielt in einem dieser damals hochmodernen Verfahren eine große Rolle.

Kennungen (von Seezeichen) | museumsguide

Wenn man sich in einem klitzekleinen aber schwierig zu befahrendem Meer wie der Ostsee befindet, wo sich zumindest in Küsten- oder Inselnähe eigentlich immer irgendwo ein Feuer - was heißt da ein Feuer? Eher mehrere befinden, ist es nicht klar, um welches Feuer es sich wohl handeln könnte… Wenn, ja, wenn diese Feuer nicht über eine eindeutige Kennung zu identifizieren wären.

Dalben und Duckdalben | museumsguide

Unter einem Dalben oder auch Duckdalben, versteht man einen tief in den Hafen- oder Fahrwassergrund eingerammten Pfahl. Auf manchen dieser Dalben sind elektrische Hafenlaternen angebracht.

Hafenlaternen auf Duckdalben | museumsguide

Am Kopfende der Seezeichen-Ausstellung finden Sie zur rechten und zur Linken Hands jeweils auf einem Duckdalben montierte beeindruckend große rot angestrichene Hafenlaternen. Fast könnte man sie für die Leuchtapparate kleiner Leuchttürme halten. In der Tat handelt es sich aber um Hafenlaternen. Solche Hafenleuchten wurden zwischen 1950 und 1980 im VEB Gaselan Fürstenwalde produziert. Der Leuchtapparat einer Hafenlaterne, die in aller Regel bewegungslos auf einem stabilen Duckdalben thront, schwankt natürlich nicht, der senkrechte Abstrahlwinkel kann durch geeignete Linsen also leicht recht schmal gehalten werden. Das insgesamt verfügbare Licht kann also auf einen schmalen Bereich fokussiert werden – das Licht imusst folglich weiter sichtbar.

6fach Revolver-Lampenwechsler | museumsguide

Dieses Objekt, die nach oben aufgeklappt ausgestellte rote Laterne, wurde elektrisch betrieben. Gas als Energiequelle stand hier nicht mehr zur Disposition. Deshalb fand hier bei einem notwendigen Lampenwechsel auch kein Wechsel zwischen Glühstrumpf und Glühbirne mehr statt. Jetzt musste Glühbirne gegen Glühbirne gewechselt werden

Motor-Umschalteinrichtung | museumsguide

Über die Motorumschaltausrichtung Hier sehen Sie eine mehr als 100 Jahre alte Umschalteinrichtung. Aber dieses Mal nicht zwischen zwei Leuchtmitteln, wie bei den vorigen Ausstellungsobjekten, sondern zwischen zwei Motoren. Das ist schon etwas Besonderes!

Sektoren-Leitfeuer Devin | museumsguide

Man wird beim Betrachten des Gerätes an einen alten Dia- oder Overhead-Projektor erinnert – und das ist gar nicht so falsch! Besser als auf dem Schild kann man es kaum erklären. Das optische Prinzip ähnelt dem eines Diaprojektors. Es werden allerdings hohe Nenntragweiten von 20 sm (ca. 38 km) erreicht. Vor dem Deviner Haken (kurz vor Stralsund) führt eine 10 km lange Fahrrinne auf schnurgeradem Kurs entlang der Südküste von Rügen. Deren Kennzeichnung erfolgt durch Leuchttonnen und bis 2018 nachts auch mit dem hier ausgestellten Sektorleitfeuer. Eine Kennung wird mit einer rotierenden Blende erzeugt.

Der große Leuchtapparat "Grün/Weiss" | museumsguide

Eindrucksvoll ist er: Die Fresnel-Linsen weisen einen Durchmesser von 60 Zentimetern auf, die aufgenommene elektrische Leistung betrug 2.000 Watt – in dieser Ausstellung wird allerdings „nur“ eine 10 Watt LED eingesetzt, um den Besuchern beim Blick in das Licht nicht die Netzhaut zu zerstören. Dieser Leuchtapparat hat vermutlich (so ganz genau konnte es noch niemand bestätigen) der Luftfahrt (vielleicht am NVA-Flughafen Eberswalde?) gedient.
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