IT Skunk Works - ITAM and More

IT Skunk Works - ITAM and More

por Jan Hachenberger
Temporada 5
Make or Buy. Warum du wahrscheinlich die falsche Frage stellst
In dieser Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" 🎙️ geht es um eine Entscheidung, die öfter auf deinem Tisch liegt als jede Architekturfrage und trotzdem selten die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Make or Buy. Selbst entwickeln oder einkaufen? 🤔 Stell dir zwei Unternehmen vor, gleiche Branche, gleiche Größe, gleiches Problem. Das eine baut selbst, das andere kauft ein. Fünf Jahre später sitzen beide CIOs auf einer Konferenzbühne und sagen denselben Satz: „Würde ich es nochmal entscheiden, würde ich es andersherum machen." Beide haben sich geirrt. Aber nicht, weil sie die falsche Option gewählt haben, sondern weil sie die falsche Frage gestellt haben. 🎯 Denn Make or Buy ist fast nie eine technische Entscheidung, auch wenn im Meeting alle so tun. Der Entwickler will bauen, weil Bauen Spaß macht. Der Architekt misstraut Standardsoftware aus Prinzip. Der Einkauf will kaufen, weil er Angebote vergleichen kann. Der CFO schaut auf zwei Preisschilder. Und alle verkleiden ihre Eigeninteressen als Sachargument. „Wir sind doch IT-Experten" und „Wir sind doch kein Softwarehaus" sind keine Argumente. Es sind Identitätsaussagen. ⚙️ Mit vier Fragen, die wirklich zählen, der entscheidenden Unterscheidung zwischen Core und Kontext, drei echten Praxisbeispielen (vom Maßanzug, der zur Zwangsjacke wurde, bis zum teuersten aller Wege: Standard kaufen und totkonfigurieren) und einer Warnung vor der KI-Falle: Vibe Coding senkt die Kosten der ersten Version, nicht die von Wartung, Sicherheit und Verantwortung. 🧠 Kernbotschaft: Die Antwort auf Make or Buy lautet fast nie Make oder Buy. Sie lautet Make und Buy. Die Grenze verläuft nicht zwischen den Optionen, sondern mitten durch deine IT-Landschaft: Core oder Kontext, Differenzierung oder Commodity. 🚀
Meine Daten gehören mir. Warum Exit-Fähigkeit in jeden SaaS-Vertrag gehört
In dieser On-the-Road-Episode auf dem Weg nach Frankreich 🚗🎙️ wird es ausnahmsweise mal laut: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" über ein Thema, bei dem ich mich ehrlich gesagt maximal aufrege. Eure Daten gehören euch. Oder etwa doch nicht? 😤 Kein Datenschutz-Vortrag, keine Security-Diskussion. Es geht um etwas viel Grundsätzlicheres: Wenn du eine SaaS-Lösung nutzt und dort kritische Unternehmensdaten liegen, kommst du dann eigentlich auch wieder heraus? Vollständig, strukturiert, revisionssicher, so dass ein Wirtschaftsprüfer damit arbeiten kann? 🔑 Bei uns bei der KWC Professional stand genau diese Frage an, nach dem Verkauf der KWC Home und dem Auslaufen des Transitional Service Agreements. Das Ergebnis war ernüchternd: Es gibt in der SAP Public Cloud keinen definierten Prozess dafür. Weder SAP selbst noch die empfohlenen Dienstleister konnten eine belastbare Antwort geben. Die Rechnung, die wir aufgemacht haben: rund 20 Tage Systemlaufzeit für vier bis fünf Jahre Daten. Und heraus kommen dutzende Flatfiles ohne Verknüpfungslogik, mit denen kein Auditor etwas anfangen kann. 📉 Kernbotschaft: Wenn kritische Unternehmensdaten in einer SaaS-Lösung liegen, lass dir vertraglich zusichern, dass du sie jederzeit vollständig und in dem von dir gewählten Format zurückbekommst. Ohne Wenn und Aber. Ich unterschreibe keinen Vertrag mehr für ein Kernsystem, in dem diese Regelung fehlt. 🚀
Process versus Progress. Vom Gefängnis der Routine zur Readiness für Veränderung
In dieser On-the-Road-Episode auf dem Weg zurück ins Homeoffice 🚗🎙️ wird es wieder philosophisch: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" über ein Spannungsfeld, das mir in fast jedem Projekt begegnet. Process versus Progress. Ein Satz, den ich neulich von Kamala Harris gehört habe, gefragt danach, was eigentlich Fortschritt verhindert. 🤔 Kein politisches Thema hier, aber ein hochspannender Gedanke. Denn wir Menschen lieben Routinen. Sie strukturieren unseren Tag, sie sind Risikovermeider, wir wissen: gleicher Input, gleicher Output. Und genau diese Liebe zur Routine wird zum Problem, wenn plötzlich ein Kernsystem ausgetauscht werden soll und alle nur noch in Schema F denken. „So steht das aber im Handbuch. So haben wir das immer gemacht." Der Prozess ist dann so hart in die DNA des Unternehmens gecodet, dass jede Veränderung auf Widerstand trifft. 🧬 Mein Plädoyer: Stabilität hat ihre Zeit. Nach jeder großen Einführung muss sich der Staub setzen, sonst siehst du nicht, wohin du reitest. Aber wer nur noch verwaltet, verliert die Readiness für den nächsten großen Sprung. Wie du diese Grundfitness für Veränderung erhältst, ohne dass die Leute im Dornröschenschlaf versinken, darum geht es heute. 🏃 Mit Praxiseinblicken aus meinem CDIO-Alltag bei der KWC Professional: warum wir unsere Key-User zuerst mit News versorgen, warum Zielkonflikte zwischen Umsatz und Transformation echte Killer sind und warum Angst der schlechteste aller Motivatoren ist. Plus ein kleiner Teaser: Mein zweiter Roman ist im finalen Review und kommt im Oktober. ☕📖 Kernbotschaft: Ein Unternehmen in Bewegung zu bringen, kostet Energie. Nichts bewegt sich von allein. Die Frage ist nur, ob dein Antrieb Angst ist oder die Lust auf etwas Besseres. 🚀
Wissen ist Macht!? Nichts wissen macht nichts?!
In dieser On-the-Road-Episode auf dem Weg nach Basel 🚗🎙️ wird es wieder philosophisch: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" über ein Thema, das in Zeiten von KI eine völlig neue Brisanz bekommt. Wissen ist Macht. Nichts wissen macht nichts. Ein Spruch, der genauso richtig wie falsch ist. 🤔 Wissensmanagement war schon immer schwierig. Nicht weil Menschen nichts wüssten, sondern weil sie ihr Wissen nicht teilen wollen. Und der Grund ist zutiefst menschlich: Wenn andere wissen, was ich weiß, bin ich nicht mehr einzigartig. Dann bin ich ersetzbar. Diese Angst wird durch KI nicht kleiner, sondern größer. Denn dieser „andere Mitarbeiter", dem ich mein Wissen zugänglich mache, könnte inzwischen ein KI Agent sein. 🤖 Dazu ein ehrlicher Blick auf die IT: Warum ITler oft nicht dokumentieren, warum die Ausrede „das ist doch morgen schon wieder veraltet" so verlockend ist und warum Detailverliebtheit im Sicherheitskontext richtig, im Business-Dialog aber fatal ist. Mit Beispielen von der Deutschen Post (Handbücher in mehreren Leitzordnern!) bis zu einem Konzern, der zwei Jahre in ein Architekturbild investiert hat, das drei Jahre später niemand mehr gepflegt hatte. 📚 Kernbotschaft: Es kommt nicht mehr darauf an, dass du etwas weißt. Es kommt darauf an, dass du mit diesem Wissen etwas schaffst, was eine KI nicht kann. Genau das sollten Unternehmen belohnen. Und dann fällt es auch leichter, Wissen zu teilen. 🚀
Aus A und O wird I und O
In dieser On-the-Road-Episode auf dem Weg in die Schweiz 🚗🎙️ wird es wieder philosophisch: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" über die Frage, die sich jedes Unternehmen beim Austausch von Kernsystemen stellen sollte. Aus A und O wird I und O. 🤔 Alpha und Omega, Anfang und Ende. Ich nehme das Bild und drehe es. Denn wenn ein altes Kernsystem ausgetauscht wird, sei es weil die IT die technischen Schulden nicht mehr stemmt, weil der Softwarehersteller die Preise um 30 bis 40 Prozent anhebt oder weil das Business unzufrieden ist, dann passiert fast immer der gleiche Fehler: Man nimmt die alten Prozesse und packt sie in ein neues technisches Kleid. Das neue System sieht schön aus, aber innen steckt die alte SAP ECC-Puppe. 📦 Mein Plädoyer: Nutzt genau diesen Moment. Ersetzt das A durch ein I. Input und Output. Was löst einen Prozess aus? Was muss am Ende dabei herauskommen? Und alles dazwischen ist verhandelbar. Nicht evolutionär, sondern revolutionär. Echte Transformation statt „aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nichts". ⚙️ Kernbotschaft: Wirf nicht neue Technologie auf ein altes Problem und hoff, dass der Schmerz weggeht. Frag zuerst: Machen wir die richtigen Dinge? Und dann erst: Machen wir sie richtig? 🚀
KI. Gut oder schlecht? Sinn oder Unsinn? Eine (etwas philosophische) Bestandsaufnahme
In dieser On-the-Road-Episode aus den Vereinigten Arabischen Emiraten 🇦🇪🎙️ wird es philosophisch: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches" zur Frage, die gerade alle beschäftigt. KI. Gut oder schlecht? Sinn oder Unsinn? 🤔 Ich bin KI-Fan. Und trotzdem stelle ich Fragen, die unbequem sind. Denn wenn man es abstrahiert, hat KI genau zwei Einsatzbereiche: In großen Datenmengen Relevantes finden und aus vorhandenen Daten etwas Neues generieren. Beides mächtig. Beides nützlich. Aber keines davon ersetzt die entscheidende Frage: Was willst du eigentlich sagen, und warum? 🎯 Mit echten Beispielen aus meinem Alltag: Wie ich Claude nutze, um meinen neuen Roman auf Kontinuitätsfehler zu prüfen. Wie wir bei der KWC Professional mit Kinisto hunderte Seiten Leistungsverzeichnisse in Minuten auswerten statt tagelang mit Steuerung-F zu suchen. Und warum Copilot eine E-Mail schreiben kann, aber nicht weiß, was die Botschaft sein soll. ⚙️ Dazu die philosophische Kernfrage: Von der Steintafel über die Feder zur Schreibmaschine zum Computer zur KI. Jedes Werkzeug hat uns Zeit geschenkt. Aber was machen wir mit dieser gewonnenen Zeit? Mehr Content in gleicher Qualität? Oder bessere Gedanken, weil wir endlich Zeit zum Nachdenken haben? 🧠 Kernbotschaft: KI ist ein Werkzeug. Nicht mehr, nicht weniger. Die Frage ist nicht, ob es funktioniert. Die Frage ist, ob wir wissen, wofür. 🚀
80 % Run, 20 % Innovation. Warum das kein Versagen ist
In dieser On-the-Road-Episode aus den Vereinigten Arabischen Emiraten 🇦🇪🎙️ gibt es eine Klarstellung aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches": Wie viel Run-Budget ist eigentlich gesund? Und warum ist eine niedrige Run-Rate nicht automatisch ein Zeichen für Innovation? 🤔 Mein Split bei der KWC Professional: 80/20. Und ich erkläre, warum das in meiner Situation genau richtig ist. Die Wahrheit: Wenn die Run-Rate plötzlich auf 60 % sinkt, heißt das meistens nicht, dass die IT innovativer geworden ist, sondern dass das Gesamtbudget gestiegen ist, weil technische Schulden aufgelöst werden mussten. 📊 Dazu ein ehrlicher Blick auf die Strategien großer IT-Dienstleister, die sich gezielt auf den Run fokussieren, weil dort 80 % des Geldes liegen. Plus: Was wir gerade alles Neues bei der KWC Professional einführen und wo der eigentliche Spaß für jeden CDIO steckt. ⚙️🚀 Kernbotschaft: 80 % Run ist kein Versagen. 60 % Run ist kein Erfolg. Entscheidend ist, was hinter den Prozentzahlen steckt. 🎯
Die gemeinsame Sprache mit dem CFO: Wie ihr als CIO jenseits von Kostenstellen und Forecasts gehört werdet
In dieser Homeoffice-Episode 🏠🎙️ geht es um die vielleicht wichtigste Beziehung in eurer Rolle als CIO, und sie ist keine technische. Zwei Menschen schauen im Meeting auf dieselbe Folie und sprechen über völlig verschiedene Dinge: Der eine sieht eine Investition, der andere eine Position, die das Ergebnis belastet. Der eine seid ihr, der andere euer CFO. Mehr als die Hälfte der CFOs sagt, ihre IT-Verantwortlichen verstehen die finanzielle Wirkung von Technologie nicht gut genug. Das ist kein Technikproblem, sondern ein Übersetzungsproblem, und an genau diesem Punkt scheitern mehr CIO-Karrieren als an jeder Technologie. 😬 Ich zeige euch die drei Vokabeln, die jeder CFO sofort versteht (Geld, Zeit, Risiko), die CapEx-OpEx-Falle, in der technisch perfekte Cloud-Migrationen Vertrauen verspielen, und drei Ansätze, mit denen aus eurem Gegenspieler im Budget euer Verstärker im Vorstand wird. Mit drei echten Geschichten, zweimal gewonnen, einmal mit 40 Folien Architekturdiagrammen verloren. 🚀 Kernbotschaft: Das Geld ist da, weltweit erstmals über 6 Billionen Dollar. Die Frage ist nur, ob ihr die richtige Geschichte dazu erzählt. 🧭
Erst das Warum, dann die Zahlen: Geschäftsziele für die IT, die wirklich tragen
In dieser Homeoffice-Episode 🏠🎙️ drehe ich die Perspektive um: Bevor ihr das Richtige messen könnt, müsst ihr wissen, worauf ihr eigentlich hinarbeitet. Eine neue Folge aus „The Life of a CIO – a Report from the Trenches". 🎯🔥 Stellt euch vor, ihr sollt eine Brücke bauen, aber niemand sagt euch, wohin sie führen soll, wer sie nutzt oder was darüber muss. Nur Budget, Termin und „baut eine gute Brücke". Genau in dieser Situation ist die IT jeden Tag. Denn die meisten Zielbeschreibungen, die ich sehe, sind gar keine Ziele, sondern Aufgabenlisten, Aktivitäten oder schlimmstenfalls Ankündigungen: „Wir migrieren 70 % in die Cloud", „Wir machen irgendwas mit KI". Schön und gut, aber keine Antwort auf das Einzige, was zählt: Warum? 🤔 Ich zeige euch die drei Quellen tragfähiger Geschäftsziele: die Unternehmensstrategie (Ausgangspunkt, nicht Ziel), die operativen Schmerzpunkte (das Gold, das gerne übersehen wird) und die externen Verschiebungen, von NIS2 über AI Act bis zum Wettbewerber, der plötzlich mit dem sexy Produkt um die Ecke fliegt. Dazu mein Vier-Fragen-Test, mit dem aus zwanzig Kandidaten am Ende drei bis fünf Ziele werden, egal wie groß das Unternehmen ist. 🔍 Danach wird's ehrlich: die Falle der stillen Verantwortungsübernahme, bei der die IT mit einer Lösung dasteht, die keiner nutzt. Mein Gegenmittel ist der Co-Owner aus dem Geschäft, mit Namen, Budget und Bonuszielen, plus der eine simple Test, der euch Monate falscher Hoffnung erspart. Und wie ihr das Gespräch wirklich führt: nicht mit einer Lösung, sondern mit einer Hypothese. ⚙️ Mit vier echten Praxisbeispielen, von der Filiale, die statt in zwölf in dreieinhalb Wochen öffnet, über das 48-Stunden-Angebot bis zum siebenstellig vermiedenen Bußgeld und dem Erfahrungswissen, das mit der Belegschaft nicht in Rente gehen darf. 🚀 Kernbotschaft: Kennzahlen sind nur das Echo eurer Ziele. Stimmen die Ziele nicht, klingt das Echo hohl, egal wie schön das Dashboard ist. Also: Fragt nach dem Warum, bevor ihr das Wie plant. 🧭
Gedacht, gesagt, missverstanden. Warum Kommunikation so oft scheitert
In dieser On-the-Road-Episode 🚗🎙️ auf dem Weg in die Schweiz wird es ausnahmsweise philosophisch statt technisch: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a Report from the Trenches” zum Thema Kommunikation. Warum reden wir aneinander vorbei, obwohl wir doch alle die gleiche Sprache sprechen? Spoiler: Tun wir oft gar nicht. 🤔 Ich zerlege den Prozess in vier Stufen: Gedacht ist noch nicht gesagt. Gesagt ist noch nicht verstanden. Verstanden ist noch nicht einverstanden. Einverstanden ist noch nicht umgesetzt. An jeder Stufe gehen Informationen verloren. ⚠️ Dazu drei Ebenen, die es besonders schwer machen: die IT als eigene Sprachwelt, die außerhalb der Bubble niemand versteht. Englisch als Brückensprache, bei der zwei Nicht-Muttersprachler aneinander vorbeireden. Und kulturelle Unterschiede, die selbst zwischen Deutschland, Frankreich und den Emiraten für Missverständnisse sorgen. Mit ehrlichen Beispielen aus meinem CDIO-Alltag bei der KWC Professional. 🌍 Kernbotschaft: Die meisten Missverständnisse sind kein böser Wille. Sie sind das Ergebnis von zu wenig Zeit, zu wenig Klarheit und zu wenig Bereitschaft, sich in die Gegenseite hineinzuversetzen.
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