inleasmind – Poetry und Stories unter deine Haut

inleasmind – Poetry und Stories unter deine Haut

por inleasmind
Temporada 1
#5 – Niemand da oben interessiert sich für dich
Hallo liebe Zuhörer:in, als ich diesen Podcast gestartet habe, mit ganz viel Begeisterung und der Motivation, ein hörbares Poesieerlebnis zu erschaffen, wollte alle zwei Wochen eine Episode hochladen, das kam mir ziemlich machbar vor. Dann wurde es einmal im Monat und jetzt ist es schon viele Wochen her, dass ich eine Episode gepostet habe. Ich hab letztes Jahr einen ziemlich großen Schritt gewagt: meinen sicheren Job zu kündigen und als Freiberuflerin zu arbeiten, und das ist eine ziemlich Bereicherung für mein Leben und unfassbar anstrengend. Ich war noch nie so zerissen zwischen der Kunst und dem Versuch, ein Leben zu bauen, was meine Kunst auf Dauer supported und trägt. Und oft bin ich traurig über all die Texte, Ideen, Videos, Auftritte und Kunstprojekte, die ich nicht erschaffe, weil mein Kopf rast vor lauter Ideen und ich trotzdem einfach unfassbar müde und erschöpft bin. Immer dann, wenn ich ein paar Wochen lang nichts geschrieben habe, frage ich mich, ob ich mich überhaupt noch Künstlerin nennen darf. Oft denke ich, nur wenn ich etwas tolles schaffe, hatte der Tag einen Wert. Das ist eine ziemlich anstrengende Haltung. Und während ich darüber nachgedacht habe, habe ich das folgende Gedicht geschrieben. Es heißt: “Niemand da oben interessiert sich für dich”.
#4 – Situationship
für die heutige Geschichte habe ich euch einen Text mitgebracht, der schon etwas älter ist. Er stammt von September oder Oktober 2023, so genau weiß ich das nicht mehr. Es geht um das Thema Dating, und falls ihr irgendwann in den letzten zehn Jahren mal gedatet habt, werdet ihr euch vielleicht an der ein oder anderen Stelle wieder finden.
#2 – Dreizehn
Heute lese ich euch “Dreizehn” vor. Der Text stammt aus dem August 2024. Das war eine Zeit, in der ich mich viel mit meiner Kindheit und meinem Vergangenheits-Ich beschäftigt habe, und dann gemerkt habe, dass ich in Gedanken manchmal ziemlich hart zu meiner jüngeren, unerfahrenen und unfertigen Version bin. Vorher habe ich viel darüber nachgedacht, ob ich mir meine Gefühle und Ängste von damals verzeihen kann – und im Schreibprozess kam das erste Mal die Frage auf, ob mir mein Ich von damals wohl für meine Härte verzeiht. Anyway, hier ist “Dreizehn” für euch.
#1 – Paralleluniversen
Heute lese ich euch ein Gedicht vor, dass ich vor ungefähr einem Jahr geschrieben habe. Es heißt Paralleluniversen und es handelt von zwei Tagen in März 2025, in dem ich die geballte Bandbreite von menschlichem Leid und Glück mitbekommen hab, und ich auf einmal begriffen hab, dass das immer nebeneinander und gleichzeitig existiert. Jetzt gehts los mit dem Text. Falls euch mein Text gefällt: Ich trete in Köln und Umgebung regelmäßig mit meinen Performances auf Bühnen auf. Das ist dann noch ein bisschen lebendiger als hier im Podcast. Wann und wo das ist, seht ihr immer auf meinem Instagram-Account unter @inleasmind. Ich freue mich wahnsinnig, wenn ihr mal vorbeischaut. Das wars von mir, wir hören uns beim nächsten Mal.
#3 – Alles, außer ok
Der Text heute heißt “alles, außer ok”, und der Name ist Programm. Ich habe ihn 2025 geschrieben, das war kurz vor der Bundestagswahl, als die Brandmauer gefallen ist, indem Friedrich Merz mithilfe von AfD-Stimmen seine rechte Migrationspolitik durchgesetzt hat. Zu der Zeit war ich ziemlich verzweifelt und deprimiert, also wirklich alles, außer ok. Ich hatte das Gefühl, ich müsste was tun, aber zu einer Demo zu gehen war für mich nicht genug. Es hat sich angefühlt, als würde ich einem Autounfall in Zeitlupe zuschauen, aber ich könnte mich nicht bewegen. Immer, wenn ich mich ratlos fühle, versuche ich im Schreiben eine Antwort zu finden. Und diese hörst du jetzt.