Das Allerwerteste

Das Allerwerteste

por Julian Stünkel
Ich habe mit zwei kleinen Kindern noch einmal studiert
Sasi stand mit Mitte 30 schon mitten im Familien- und Erwerbsleben als sie beschloss: Ich möchte beruflich noch mal komplett neu anfangen. In dieser Folge erzählt sie, warum sie ihren sicheren Berufsweg verlassen hat, wie sie den Spagat zwischen Familie, Studium und Arbeit gemeistert hat und weshalb sie in den schwierigsten Momenten trotzdem nie ans Aufgeben gedacht hat. Es geht um Zweifel, Schuldgefühle gegenüber den Kindern, die Unterstützung ihres Mannes und die Erkenntnis, dass sich manche Entscheidungen erst Jahre später wirklich auszahlen. Und natürlich um die Frage: Was ist für dich das Allerwerteste, Sasi?
Ich habe mit 19 ein Grundstück gekauft - in Indonesien
Mit 19 kauft Hannah ein Grundstück auf der indonesischen Insel Lombok. Heute betreibt sie dort ein Hotel. In dieser Folge erzählt sie, wie aus einer Backpacking-Reise plötzlich ein eigenes Projekt wurde, warum sie die Idee nicht wieder verworfen hat und weshalb sie trotz aller Unsicherheiten einfach durchgezogen hat. Wir sprechen über Entscheidungen, deren Konsequenzen man noch gar nicht überblicken kann, über Bauen in einer fremden Kultur, über Vertrauen, Geduld und darüber, wie sich ein Leben entwickelt, wenn man einen Weg einschlägt, den kaum ein anderer aus dem Heimatland geht. Eine Geschichte über Mut, Zufälle und die Frage, was passiert, wenn man sich später nicht fragen möchte: Was wäre gewesen, wenn? Und natürlich erzählt uns Hannah: Was ist für dich das Allerwerteste?
Ich war Fußballprofi - bis mein Ehrgeiz mich stoppte
Jules Schwadorf war am Ziel seiner Träume: Er war Fußballprofi und schaffte es bis in die 2. Bundesliga. Dafür hatte er alles gegeben. Er wollte immer spielen – auch wenn sein Körper nach einer weiteren Verletzung noch nicht bereit war. Besonders wenn der Körper noch nicht bereit war. Jules war so ehrgeizig, dass er in den entscheidenden Momenten nicht runterfahren konnte. Bis es irgendwann nicht mehr ging. Am 30. Juni 2023 war sein letzter Tag als Profi. Einen Tag später begann sein zweiter Berufsweg – mit der Ausbildung zum Feuerwehrmann. Ein Beruf, den er schon als Kind im Kopf hatte. Und der ihm etwas gibt, das der Fußball nie konnte. Was das ist und was Jules heute über seinen Ehrgeiz denkt, hört ihr in dieser Folge. Und natürlich die Antwort auf die Frage: Was ist für dich das Allerwerteste, Jules?
Ich habe meine Mutter gepflegt - bis zu ihrem Tod
Daniel hat seine Mutter 3 Jahre lang gepflegt – bis zu ihrem Tod. Zwischen Arbeit, Kontrollanrufen und dem ständigen Organisieren seines und ihres Alltags wurde diese Pflege für ihn irgendwann selbstverständlich. Keine Pflicht, sondern Teil seines Lebens.. Erst als seine Mutter stirbt, verändert sich alles: Die Aufgabe fällt weg, der Alltag verändert sich. Zurück bleibt eine Leere, die er so nicht erwartet hat. In dieser Folge erzählt Daniel, warum Fürsorge für ihn nie Last war, was der Tod seiner Mutter mit seiner eigenen Identität gemacht hat und wie er heute auf diese Zeit blickt. Und natürlich beantwortet er die Frage: Was ist für dich das Allerwerteste, Daniel?
Ich bin nicht wie mein Vater - und das ist auch gut so
Oscar wollte nie so werden wie sein Vater. Sein Vater führte ein extremes Leben zwischen Erfolg, Abstürzen, Schulden und fehlender Ehrlichkeit. Schon als Kind musste Oscar die Konsequenzen davon tragen: kein Geld, keine Schule, ständige Unsicherheit. Und trotzdem bewunderte er ihn lange. In dieser Folge sprechen wir darüber, was es mit einem Menschen macht, wenn der eigene Vater gleichzeitig Vorbild und Warnung ist. Über Prägung, Beziehungsmuster, eigene Fehler — und den Versuch, bewusst ein anderes Leben zu führen. Eine Folge über Familie, Verantwortung und die Frage, ob man sich wirklich von den Dingen lösen kann, mit denen man aufgewachsen ist. Und der Frage: Was ist für dich das Allerwerteste, Oscar? Vater-Sohn-Beziehung, Familie, Kindheit, Prägung, Ehrlichkeit, Beziehungsmuster, Persönlichkeitsentwicklung, emotionale Wunden, Podcast, Das Allerwerteste
Ich wollte als Frau in die Luftfahrt - 40 Jahre später war ich endlich da
Imke wollte schon als Kind in die Luftfahrt – und hat sich diesen Traum trotz Absagen, Umwegen und jahrelanger Zweifel nicht ausreden lassen. Mit Mitte 40 beginnt sie endlich die Ausbildung zur Fluggerätelektronikerin. Sie erzählt, wie es ist, sich über Jahrzehnte an einem Traum festzuhalten, bis man sich endlich traut, ihn in die Tat umzusetzen. Wie es sich anfühlt, als Frau in einem technischen Umfeld immer wieder unterschätzt zu werden. Und warum Beharrlichkeit oft unspektakulär aussieht – bis sie sich irgendwann auszahlt. Eine Geschichte über späte Traumverwirklichung, Durchhalten und die Frage, wie lange man an etwas glauben kann, das einem immer wieder verwehrt wird. Und natürlich: Was ist für dich das Allerwerteste, Imke?
Ich wäre fast gestorben - und bin froh darüber
Christian wäre fast gestorben – und ist froh darüber. Er kommt aus einer Unternehmerfamilie. Nach dem Studium direkt in die Geschäftsführung. Über 60 Mitarbeiter. Drei Standorte. 80 Stunden die Woche. Alles für Geld, Titel, Verantwortung. Bis sein Herz aufhört mitzumachen. Die Ärzte geben ihm 48 Stunden. 18 Stunden später liegt er auf dem OP-Tisch. Was danach kommt: Kein Autohaus mehr. Kein 80-Stunden-Rhythmus. Stattdessen: öffentlicher Dienst, vier Tage die Woche, und die Erkenntnis: Zeit ist alles, was zählt. In dieser Folge spricht Christian über Verantwortung die man erbt, einen Körper der streikt bevor der Kopf es tut, und darüber was es bedeutet, sein Leben komplett neu zu sortieren – nicht weil man es will, sondern weil man keine andere Wahl hat. Und natürlich über die Frage: Was ist für dich das Allerwerteste, Christian?
Ich habe mich mit 20 sterilisieren lassen - und bereue nichts
Livia hat sich mit 20 sterilisieren lassen – und hat es bis heute keine Sekunde bereut. Sie wusste schon als Teenager, dass sie keine Kinder will. Nicht vielleicht nicht, nicht später — sondern nie. Trotzdem wurde sie ausgelacht. Von Ärzten. Und ist noch immer mit der Frage konfrontiert: „Was, wenn du deine Meinung änderst?“ In diesem Gespräch geht es nicht nur um eine medizinische Entscheidung. Es geht um Kontrolle über den eigenen Körper. Um gesellschaftliche Erwartungen. Um die Frage, warum eine Frau mit 20 Mutter werden darf — aber erklären muss, warum sie es nicht will. Und es geht um etwas Grundsätzlicheres: Was für ein Leben will man eigentlich führen — und was ist man bereit, dafür endgültig auszuschließen? Und natürlich: Was ist für dich das Allerwerteste, Livia?
Ich habe 5 Kinder in 7 Jahren bekommen - und wollte noch mehr
Annette hat ab Mitte der 80er-Jahre 5 Kinder in 7 Jahren bekommen – und wollte sogar noch mehr. In dieser Folge erzählt sie, wie sich Muttersein damals angefühlt hat: zwischen Selbstverständlichkeit, Dauerbelastung und einem Alltag, der kaum Pausen kannte. Wie organisiert man fünf kleine Kinder, wenn man die meiste Zeit allein ist? Was kam von außen – Erwartungen, Kommentare, Druck? Und was war einfach normal, ohne dass man es hinterfragt hat? Es geht um Nächte ohne Schlaf, um Routinen, die einfach funktionieren mussten, und um eine Zeit, in der man weniger über Elternsein gesprochen hat – aber alles tragen musste. Gleichzeitig blickt sie von heute zurück: Was war anders als heute? Was sieht sie kritisch, was versteht sie – und warum sagt sie trotzdem, dass sie genau dieses Leben wieder so wählen würde? Ein Gespräch über Großfamilie, Verantwortung, Rollenbilder in den 80ern und 90ern – und die Frage, was vom Elternsein bleibt, wenn man Jahrzehnte später darauf schaut. Und wie immer die Frage: Was ist für dich das Allerwerteste?
Ich bin kleinwüchsig - aber das Problem haben die anderen
Basti ist kleinwüchsig – aber er sagt: Das ist nicht mein Problem. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie es ist, mit einem Körper durch die Welt zu gehen, der sofort wahrgenommen wird. Über Blicke in der Stadt. Über Reaktionen von Fremden. Über Situationen, in denen Menschen stehen bleiben, schauen oder tuscheln. Wir sprechen aber auch über Alltag. Über Arbeit. Über Freundschaften. Über Selbstverständlichkeit. Basti erzählt, was ihn wirklich beschäftigt. Was ihn früher verunsichert hat. Was sich verändert hat. Und warum für ihn nicht die Körpergröße entscheidend ist, sondern der Umgang miteinander. Ein Gespräch über Sichtbarkeit, Haltung und die Frage, wer hier eigentlich ein Problem hat. Und wie immer die Frage: Was ist für dich das Allerwerteste?
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