Folge 6: Boombranche Aquakultur – warum wir in Zukunft noch mehr Garnelen, Fisch und andere Blue Foods aus nachhaltiger Produktion brauchen
Am 15. November hat die Weltbevölkerung die magische Grenze von acht Milliarden Menschen überschritten. Eng damit verbunden ist die Frage, wie die Menschheit in Zukunft satt wird, idealerweise mit erschwinglichen und gesunden Lebensmitteln. Eine Schlüsselrolle kommen hierbei Blauen Nahrungsmittel zu, also z. B. Fischen, Muscheln und Algen. Während in Österreich durchschnittlich 13 Kilo Karpfen, Lachs und Garnelen auf den Tisch kommen, liegt der weltweite Fisch-und-Co.-Verbrauch bei 20 Kilo. Mit wild gefangenem Fisch kommen wir dabei schon lange nicht mehr aus. Grund genug also, sich in unserer neuesten Podcastfolge mit einer der schnellst wachsenden Branchen der Lebensmittelproduktion auseinanderzusetzen: der Aquakultur. Mit dabei: Barbara Janker, Global Marketing & Communications Director des Aquaculture Stewardship. Barbara arbeitet seit vielen Jahren für die NGO und hat corporAID-Redakteurin Katharina Kainz alles Wissenswerte rund um das Gütesiegel für gezüchtete Fische und Garnelen erzählt. Robert Herman ist österreichischer Seafood-Unternehmer, war viele Jahre bei McDonalds Österreich für die Lieferkette verantwortlich, und bringt seit 2005 mit seinem Unternehmen Yuu’n Mee mit Hauptsitz in Korneuburg nachhaltig produzierte Garnelen aus asiatischen Mangrovenwäldern auf österreichische Teller. Die Anfänge der nachhaltigen Aquakultur hat er nicht nur miterlebt, sondern auch mitgestaltet. Bei der Garnelenzucht geht es auch immer um das umliegende Ökosystem. Jonas Walker von der Schweizer Firma Blueyou spricht über die so genannte regenerative Aquakultur und warum diese Form der Zucht Klimaschutz und Nahrungsmittelproduktion besonders gut in Einklang bringt. Vom Zukunftspotenzial der Branche ist er überzeugt: „Das Upscaling-Potenzial ist schier endlos – es braucht jetzt mutige Investoren“.