Gleisgeflüster

Gleisgeflüster

por Andreas Kraniotakes
Temporada 3

Biografiearbeit: Wie viel Wahrheit verträgt ein Kind? (mit Birgit Lattschar)

Explícito
(S03|F03) Warum lebe ich in einer Wohngruppe? Warum dürfen meine Geschwister zu Hause bleiben? Bin ich schuld? Birgit Lattschar beschreibt, welche Fragen Kinder beschäftigen können, wenn ihnen niemand ihre Geschichte erklärt. In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit der Autorin, systemischen Beraterin und Supervisorin über Biografiearbeit in der Jugendhilfe. Wie lassen sich schwierige Wahrheiten kindgerecht ausdrücken? Was gehört in ein Lebensbuch? Und wer darf darin lesen? An konkreten Beispielen zeigt Birgit, wie Lebenslinien, Erinnerungen und der Blick auf eigene Stärken Kindern Orientierung geben können. Dabei stehen Freiwilligkeit, Vertraulichkeit und das Tempo des Kindes im Mittelpunkt. Auch die Erwachsenen sind gefragt: Können wir belastende Geschichten aushalten? Wie sprechen wir über Eltern, die ihrem Kind geschadet haben? Und welche Arbeitsbedingungen braucht es, damit Beziehungen verlässlich bleiben? Ein Gespräch mit praktischen Anregungen für alle, die junge Menschen dabei begleiten, ihre Geschichte besser zu verstehen. #Biografiearbeit #BirgitLattschar #Jugendhilfe #Lebensbuch #Beziehungsarbeit #Pflegekinder #Herkunftsfamilie #StationäreJugendhilfe #Gleisgeflüster Folgt uns auch auf Instagram: Gleisgeflüster Podcast Jugendhilfe Gleis 9¾ Mehr zu Birgit Lattschar: Beratung, Fortbildungen und Biografiearbeit Bücher und Materialien aus dem Gespräch:Mädchen und Jungen entdecken ihre Geschichte Schwierige Lebensthemen für Kinder in leicht verständliche Worte fassen Projekt ANKOMMEN des Universitätsklinikums Ulm

Wie ist es eigentlich TEAMLEITUNG in der INTENSIVPÄDAGOGIK zu sein? (mit Nina Öztürk)

Explícito
(S03|F02) Wie fühlt es sich an, in der Intensivpädagogik allein im Dienst zu stehen und Verantwortung für einen jungen Menschen zu tragen? Und welchen Rückhalt braucht ein Team, damit diese Arbeit gelingt? In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit Nina Öztürk, die bei Gleis 9¾ in der 1:1-Betreuung als Teamleitung arbeitet. Nina erzählt von ihrem Weg aus der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen in die Jugendhilfe, von ihrer Ausbildung in der Heilerziehungspflege und einem ersten Dienst, der direkt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie begann. Dabei sprechen die beiden über eine Frage, die auch bei der Suche nach Fachkräften immer wieder auftaucht: Wie viel zählt praktische Erfahrung, und was trägt theoretisches Wissen bei? Nina beschreibt, wie stark sie durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Berufsgruppen gelernt hat. Andreas ergänzt, weshalb Erfahrung fachliches Hintergrundwissen aus seiner Sicht nicht vollständig ersetzen kann. Auch Bezahlung und die Attraktivität sozialer Berufe kommen zur Sprache. Ein Schwerpunkt ist der Alltag in einzelpädagogischen Maßnahmen. Wie entsteht intensive Beziehung, und wann brauchen junge Menschen wieder mehr Freiraum? Wie kann ein Team verlässlich zusammenarbeiten, wenn seine Mitglieder meist einzeln im Dienst sind? Nina und Andreas sprechen über gemeinsame Absprachen, flexible Strukturen und die Sicherheit, bei schwierigen Entscheidungen Unterstützung zu bekommen. Nina erzählt außerdem, was ihr als Teamleitung wichtig ist: Orientierung geben, ansprechbar sein und gemeinsam Lösungen finden. Dazu gehören für sie Authentizität und eine offene Fehlerkultur. Die beiden diskutieren, weshalb Gleichgültigkeit und die Vorstellung, bereits alles zu wissen, die Zusammenarbeit erschweren können. Zum Schluss geht es um Ninas Wunsch nach zusätzlicher Unterstützung für Teamleitungen, mehr Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Kinder und eine neue Podcastidee: Beim nächsten gemeinsamen Gespräch könnte Nina die Fragen stellen. Eine Folge darüber, welchen Rückhalt Fachkräfte brauchen, um jungen Menschen selbst Sicherheit geben zu können. #Jugendhilfe #Intensivpädagogik #Einzelbetreuung #Beziehungsarbeit #Teamleitung #Fachkräfte #Fehlerkultur #Authentizität #SozialeArbeit #Gleisgeflüster Folgt uns auch auf Instagram: Gleisgeflüster Podcast Jugendhilfe Gleis 9¾ Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/

FALL WINTERHOFF: Jetzt spricht eine betroffene Mutter (mit Daniela Mutter)

Explícito
(S03|F01) Was passiert, wenn eine Mutter Hilfe sucht und mit ihren Sorgen um ihr Kind kaum durchdringt? In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit Daniela Mutter, deren Tochter bei Michael Winterhoff in Behandlung war. Daniela erzählt von der Unterbringung ihrer Kinder in der Jugendhilfe, getrennten Geschwistern und dem Wunsch ihrer jüngsten Tochter, nach Hause zurückzukehren. Sie berichtet von einer sechsjährigen Medikation, den Veränderungen, die sie bei ihrem Kind beobachtete, und ihren wiederholten Nachfragen. Auch offene Fragen zur Einwilligung und das Vertrauen in fachliche Autorität werden zum Thema. Andreas und Daniela sprechen über Regeln, Beschwerdemöglichkeiten und die Verantwortung der Jugendhilfe. Daniela schildert ihre Sicht auf das Gerichtsverfahren und erklärt, was Gerechtigkeit für ihre Tochter bedeuten würde. Sie erzählt auch von der Unterstützung, die ihrer Tochter heute hilft. Eine persönliche Perspektive auf den Fall Winterhoff und die Frage, wie Kinder und Eltern mit ihren Erfahrungen wirklich Gehör finden. #FallWinterhoff #Jugendhilfe #Kinderrechte #Kinderschutz #Elternperspektive #Betroffenenperspektive #Aufarbeitung #Gleisgeflüster Hier geht es zum ersten Gleisgeflüster-Video „Der eigentliche Skandal hinter MICHAEL WINTERHOFF“: https://youtu.be/rtkcKuYl2c8?si=jhvvJE9uAwdl5RzC Kinderpsychiater vor Gericht - Aufstieg & Fall des Dr. Winterhoff | WDR Doku https://youtu.be/0jZ1n23t5V8?si=mfCyuhnTSuzONrJp Urteil im Fall Winterhoff: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/kinderpsychiater-winterhoff-urteil-100.html Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/
Temporada 2

Q&A mit Andreas Kraniotakes | Eure Fragen zu Staffel 2

Explícito
(S02|F12) Wie kann es passieren, dass Missstände erkannt werden und trotzdem niemand rechtzeitig eingreift? Wie sollen junge Menschen Vertrauen entwickeln, wenn Beziehungen immer wieder abbrechen? Und wie bleiben Fachkräfte respektvoll, wenn Verhalten ihre Grenzen überschreitet? In dieser Folge Gleisgeflüster stehen eure Fragen zur zweiten Staffel im Mittelpunkt. Wir greifen die bisherigen Gespräche auf und sprechen über den Fall Ole, Sicherheitsdienste in der Jugendhilfe, Forschung und den bewussten Umgang mit Macht. Weitere Themen sind geschlossene Unterbringung, FASD, die Bedürfnisse stiller Kinder und die Wirkung von Zuschreibungen. Auch die eigenen Trigger von Fachkräften, Sexualaufklärung und Prävention ohne Stigmatisierung kommen zur Sprache. Eine Folge mit persönlichen Einschätzungen aus der pädagogischen Praxis, offenen Fragen und dem Blick darauf, was junge Menschen und Fachkräfte brauchen. Was beschäftigt euch im pädagogischen Alltag? Schreibt eure Fragen in die Kommentare. Vielleicht greifen wir sie in einer der nächsten Folgen auf. Abonniert Gleisgeflüster und empfehlt den Podcast weiter, wenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet. 💛 Mehr über unsere Arbeit: https://gleis9dreiviertel.de #IntensivPädagogik #Gleis934 #QandA #jugendhilfe Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/

SEXUALISIERTE GEWALT in der Jugendhilfe: Zwischen Opferschutz und Täterarbeit (mit Ludwig Lüdenbach)

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Content-Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sowie über sexuell grenzverletzendes Verhalten. (S02|F11) Wie können Fachkräfte sexualisierte Gewalt klar benennen, ohne einen Menschen auf sein Verhalten zu reduzieren? In dieser Folge spricht Andreas Kraniotakes mit Ludwig Lüdenbach. Ludwig arbeitet seit 2005 als Systemischer Supervisor und Coach, ist Systemischer Kinder- und Jugendtherapeut sowie Traumatherapeut und seit 2009 Geschäftsführer von focus. Zu seinen Schwerpunkten gehören die therapeutische Arbeit mit traumatisierten und sexuell grenzverletzenden Kindern und Jugendlichen sowie die Beratung und Fortbildung von Fachkräften und Institutionen der Jugendhilfe. Im Gespräch geht es darum, warum Verstehen nicht Entschuldigen bedeutet, weshalb Sexualaufklärung zum Opferschutz gehört und wie Traumafolgen, Bindung und sogenannte Deliktkreisläufe grenzverletzendes Verhalten beeinflussen können. Eine Folge über klare Grenzen, wirksame Prävention und die Verantwortung, Betroffene zu schützen und jungen Menschen Wege aus gewalttätigem Verhalten zu eröffnen. Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/ Mehr zu Ludwig Lüdenbach: Website: http://www.system-im-focus.de/ Hilfsangebote: DGfPI e.V. (Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V.) https://dgfpi.de/

GEWALT in der sozialen Arbeit: Wie Fachkräfte handlungsfähig bleiben (mit Andreas Sandvoß)

(S02|F10) Was bedeutet professioneller Umgang mit Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe? Und wie können Fachkräfte handlungsfähig bleiben, ohne in Härte, Machtkämpfe oder reine Kontrolllogik zu rutschen? In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit Andreas Sandvoß über Gewalt, Deeskalation, konfrontative Pädagogik und die Frage, was junge Menschen mit herausforderndem Verhalten wirklich brauchen. Andreas Sandvoß ist Sozialpädagoge, Gründer von SyDeMa® – dem Institut für systemisches Deeskalationsmanagement – und Geschäftsführer des Zentrums für konfrontative Pädagogik. In der Folge geht es um Gewalt nicht als Schlagzeile, sondern als professionelles Arbeitsfeld: um Respekt, Haltung, Körpersprache, Mimik, Grenzen, Selbstschutz und die Frage, warum Deeskalation viel früher beginnt als in dem Moment, in dem es körperlich wird. Andreas Sandvoß erzählt von seinen Erfahrungen in Gefängnis, Schule, Jugendhilfe, Psychiatrie, Behörden und anderen Arbeitsfeldern, in denen Menschen täglich mit Aggression, Druck und Krisen konfrontiert sind. Es geht um Polizei und Jugendhilfe, um Gewaltstatistiken und mediale Wahrnehmung, um Einsparungen im sozialen Bereich, Schulverweigerung, überforderte Systeme und junge Menschen, die oft schon viele Abbrüche erlebt haben, bevor sie überhaupt in einer Maßnahme ankommen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Regeln, Autorität und Konsequenz gestaltet sein müssen, damit sie nicht beschämen oder brechen, sondern Beziehung, Orientierung und Sicherheit ermöglichen. Andreas und Andreas sprechen außerdem über konfrontative Pädagogik, über ihre Missverständnisse und Grenzen, über körperliche Präsenz, Support-Systeme, Sicherheitslogiken, DOKI und darüber, warum Fachkräfte ihre eigenen Trigger, Werte und biografischen Erfahrungen kennen sollten, bevor sie versuchen, andere Menschen durch Konflikte zu begleiten. Eine Folge über Gewalt, ohne Gewalt zu romantisieren. Über Klarheit, ohne Härte zu feiern. Über Haltung, ohne einfache Rezepte zu verkaufen. Und über die Frage, wie wir Settings in der Jugendhilfe so belastbar machen können, dass junge Menschen nicht immer wieder weitergereicht werden, sobald es schwierig wird. Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/ Mehr zu Andreas Sandvoß: Website: https://andreas-sandvoss.de/

Careleaver-Perspektive: Was Jugendhilfe von jungen Menschen lernen muss (mit Valeria Anselm)

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(S02|F09) Was bedeutet es, in einer Wohngruppe aufzuwachsen? Und was macht es mit jungen Menschen, wenn Aufmerksamkeit, Sicherheit und verlässliche Beziehungen dauerhaft zu knappe Ressourcen sind? In dieser Folge Gleisgeflüster spricht Andreas mit „Shootingstar“ Valeria Anselm über stationäre Jugendhilfe aus Careleaver-Perspektive. Valeria ist Autorin, Aktivistin, Careleaver und eine wichtige Stimme für junge Menschen, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie, sondern in Wohngruppen, Pflegefamilien oder anderen stationären Hilfen aufgewachsen sind. Bekannt geworden ist sie unter anderem durch ihr Buch „Das ist (nicht) mein Zuhause“ — ein Buch, das ursprünglich gar nicht für die große Öffentlichkeit gedacht war, sondern für ihre Mitbewohner:innen in der Wohngruppe. Es sollte etwas bleiben, wenn Valeria irgendwann auszieht: ein Text für die jungen Menschen, die nach ihr kommen und vielleicht genau dieses Gefühl brauchen, nicht allein zu sein. In der Folge geht es um ihr Buch, um Lesungen in Wohngruppen, um gelebte Expertise, um Fachkräfte, die helfen wollen und trotzdem Teil eines überlasteten Systems sind. Es geht um Aufmerksamkeit als Grundbedürfnis, um Abbrüche, Bindung, Nähe und Distanz, um das Label „Systemsprenger“ und die Frage, ob nicht oft eher das System junge Menschen sprengt. Valeria spricht offen darüber, wie sich Jugendhilfeerfahrungen langfristig auswirken können, warum „funktionieren“ nicht dasselbe ist wie gesund sein, und weshalb Hilfe manchmal erst möglich wird, wenn Fachkräfte bereit sind, außerhalb der üblichen Schablonen zu denken. Eine Folge über Wohngruppen als eigene kleine Welten, über Schmerz, Wut und Sichtbarkeit, aber auch über Räume, in denen Geschichten erzählt werden dürfen, die viel zu lange nicht gehört wurden. Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/ Mehr zu Valeria Anselm: Buch: https://www.manulit.de/product/4099276460883151217 Instagram: https://www.instagram.com/hope.forlifee

Die Folge, mit der du endlich mitreden kannst | Unsere FAQ

Explícito
Was bedeutet Jugendhilfe eigentlich genau und warum ist dieses System für Außenstehende oft so schwer zu verstehen? In dieser Folge von Gleisgeflüster wird es bewusst grundlegend. Patrick S., Social Media Manager der Erfolgsbringer Werbeagentur und verantwortlich für den Schnitt der Gleisgeflüster Podcastfolgen, stellt Andreas Kraniotakes die Fragen, die sich viele Menschen stellen, wenn sie zum ersten Mal mit Jugendhilfe, Intensivpädagogik oder sogenannten “Systemsprengern” in Kontakt kommen. Es geht um Begriffe, Zuständigkeiten, Abläufe und Missverständnisse. Was macht ein freier Träger? Wann kommt Jugendhilfe überhaupt ins Spiel? Warum können manche jungen Menschen nicht in klassischen Angeboten gehalten werden? Und weshalb geht es in der Intensivpädagogik nicht einfach nur um Regeln, sondern vor allem um Beziehung, Haltung und Verlässlichkeit? Diese Folge ist eine Einstiegsfolge für alle, die keine fachliche Vorbildung mitbringen, aber verstehen möchten, worüber bei Gleisgeflüster eigentlich gesprochen wird. Verständlich, direkt und ohne Fachsprache, die mehr ausschließt als erklärt. Eine gute Folge für neue Zuhörer:innen, Angehörige, Interessierte, Studierende und alle, die sich schon einmal gefragt haben: Was passiert da eigentlich im System Jugendhilfe? #jugendhilfe #intensivpädagogik #systemsprenger #gleisgeflüster #deeskalation #beziehung #trauma #resilienz #sozialearbeit Folgt uns auch auf Instagram: https://www.instagram.com/gleisgefluester_podcast/ https://www.instagram.com/jugendhilfe.gleis9dreiviertel/

System Jugendhilfe: Wenn Praxis das System verändern dürfte

Was würden Menschen aus der Praxis verändern, wenn sie an einer Stelle im System Jugendhilfe ansetzen könnten? In dieser besonderen Folge von Gleisgeflüster hört ihr die Antworten auf eine Frage, die Andreas Kraniotakes allen Gäst:innen aus Staffel 1 gestellt hat: Welche eine Sache würdest du am System ändern, wenn du könntest? Wir sprechen über Strukturen, die Fachkräfte ausbremsen, über Schnittstellen, die junge Menschen verlieren, und über Veränderungen, die aus unserer Sicht längst notwendig wären. Dabei geht es nicht um einfache Schuldzuweisungen., es geht um Perspektiven aus der Praxis. Um Jugendhilfe, Schule, Verwaltung, Psychiatrie, Politik und die Frage, wie Zusammenarbeit besser gelingen kann, wenn alle Beteiligten wirklich hinschauen. Vielleicht zeigt gerade diese Frage, worum es in Gleisgeflüster immer wieder geht: Veränderung beginnt dort, wo Menschen ehrlich aussprechen, was sie täglich erleben.

Anfangen in der Jugendhilfe: Was wir dir mitgeben

Was hilft, wenn man neu in der Jugendhilfe anfängt und plötzlich merkt: Dieses Arbeitsfeld lässt sich nicht aus Lehrbüchern allein verstehen? In dieser besonderen Folge von Gleisgeflüster hört ihr die Antworten auf eine Frage, die Andreas Kraniotakes allen Gästen aus Staffel 1 gestellt hat: Welchen Rat würdest du Menschen geben, die neu in der Jugendhilfe anfangen? Entstanden ist ein Zusammenschnitt voller Erfahrung, Haltung und ehrlicher Einblicke. Die Gäste sprechen darüber, warum Geduld oft wichtiger ist als schnelle Lösungen, weshalb Beziehung nicht einfach eine Methode ist und warum junge Menschen mehr brauchen als Konzepte, Diagnosen oder gut gemeinte Pläne. Es geht um Anfängerfehler, um Mut, um Reflexion und um die Frage, wie man in einem herausfordernden System handlungsfähig bleibt, ohne abzustumpfen. Eine Folge für Berufseinsteiger:innen, Studierende, erfahrene Fachkräfte und alle, die sich daran erinnern möchten, worauf es in der Jugendhilfe wirklich ankommt. Vielleicht ist genau das der Kern dieser Staffel: Jugendhilfe beginnt nicht mit perfekten Antworten. Sie beginnt mit Haltung, Zuhören und der Bereitschaft, dranzubleiben.
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